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Land unter in Rhede Zeitreise: Ein Blick in das Archiv der Ems-Zeitung

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Papenburg. Der Blick in das Archiv der Ems-Zeitung ist wie eine kleine Zeitreise. Autor Hermann-Josef Döbber hat diese Reise unternommen. Heute berichtet er über das Königsschießen 1961 beim Schützenfest in Sögel sowie aus dem Jahre 1936, als 23 Äpfel an nur einem Zweig in Werlte hingen.

Vor 50 Jahren

Sögel, 12. Juli 1961: Das Königsschießen während des Schützenfestes wird von Seiner Majestät Hans VIII. eingeleitet. Darauf tätigt Forstmeister Hobbeling von Clemenswerth im Auftrage des Ehrenprotektors S. D. Herzog Engelbert Karl von Arenberg den Ehrenschuss auf die traditionelle Königsscheibe. Auch Bürgermeister Theodor Kossen bringt für die Gemeinde Sögel den Ehrenschuss ins Ziel. Dann beginnt das große Ringen um die Königswürde. Hart wird der Kampf, als eine große Anzahl Anwärter um den Meisterschuss stechen muss. Der Endkampf wird zwischen den beiden vorjährigen Anwärtern, Ordonnanzoffizier Bernhard Sanders und Hausmeister Gerhard Korte, zugunsten des Letzteren entschieden.

Vor 75 Jahren

Werlte, 14. Juli 1936: An einer Zwergobststaude, Goldparmäne, im Garten des Molkereiverwalters Kuhlmann ist ein Zweig zu schauen, an dem nicht weniger als 23 Äpfel hängen. Natürlich sind die Früchte nur ganz klein und auch nicht entwicklungsfähig. Immerhin ist diese Erscheinung als eine sehenswerte Seltenheit anzusprechen.

Brual, 15. Juli 1936: Der Landwirt und Veteran des Krieges 1870/71 Albert Schulte aus Brualermoor feierte seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlass wurden dem Geburtstagskind zahlreiche Ehrungen zuteil. Eine sehr zahlreiche Familie hatte er zu versorgen, hatte er doch elf Kinder, wovon zehn noch leben. Nicht weniger als 70-mal ist „Schulten Opa“ Großvater und auch schon 14-mal Urgroßvater.

Rhede, 16. Juli 1936: Bei den starken Regenfällen der drei letzten Tage wurde die Hauptstraße für längere Zeit von Wasser überschwemmt, sodass der Fußgängerverkehr unterbrochen war. Am gestrigen Tag gelang es dem zuständigen Straßenwärter, die Kanalisationsröhren vollständig zu reinigen, sodass das Wasser schneller abfließen konnte.

Vor 100 Jahren

Papenburg, 15. Juli 1911: Durch Magistratsbeschluss war eine anderweitige Regelung des Feuerlöschwesens in der Weise angeordnet worden, dass das Amt des Brandmeisters der Freiwilligen Feuerwehr von dem des Brandmeisters der Pflichtfeuerwehr getrennt werden sollte. Die Freiwillige Turnerfeuerwehr war mit dieser Regelung, welche ihr wichtige Rechte nahm, jedoch nicht einverstanden. Das Kommando hatte infolgedessen einen Antrag auf Auflösung der Wehr zur Beschlussfassung gestellt. Die Mitglieder waren einstimmig für die Auflösung der Wehr, wenn dieser nicht die alten Rechte erhalten blieben. Erfreulicherweise haben sich noch in letzter Stunde die Differenzen beilegen lassen, sodass die Wehr bestehen bleiben wird.


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