Knapp 300 Mitarbeiter betroffen ADO-Nachfolger DTF in Aschendorf meldet Insolvenz an

Knapp 300 Mitarbeiter sind betroffen.Knapp 300 Mitarbeiter sind betroffen.

Aschendorf. Das ADO-Nachfolgeunternehmen DTF (Deutsche Textilfabrik) mit Sitz in Aschendorf hat am Donnerstag beim Amtsgericht Insolvenzantrag in Eigenverwaltung gestellt.

Betroffen sind knapp 300 Mitarbeiter des Textilherstellers am Standort Aschendorf. In drei Monaten werde es in dem Unternehmen zu Entlassungen kommen, heißt es von der Geschäftsführung. Bis dahin seien Löhne und Jobs gesichert. Das Unternehmen werde in den nächsten Wochen einen Strategieplan ausarbeiten. Die genaue Anzahl der geplanten Kündigungen steht noch nicht fest, die Produktion werde weiterlaufen. Zum vorläufigen Sachwalter wurde Rechtsanwalt Stephan Michels (Michels Insolvenzverwaltungen / Restrukturierungen, Münster) bestellt. Die Mitarbeiter wurden am späten Donnerstagmittag über die aktuelle Entwicklung im Rahmen einer Betriebsversammlung informiert.

In der Eigenverwaltung bleibt die Geschäftsführung weiterhin im Amt und lenkt die Geschicke des Unternehmens weiter. Nach Aufhebung des Insolvenzverfahrens könne die DTF saniert und frei von insolvenzrechtlichen Beschränkungen erfolgreich im Markt agieren, so das Unternehmen.

Adrian Bölingen von der Sozietät Buchalik Brömmekamp wird den Geschäftsführer Hubertus Eing als Sanierungsgeschäftsführer unterstützen. Eing, der die Geschäftsführung erst seit dem 1. August 2013 inne hat, und Bölingen verfügen über langjährige Erfahrungen im Rahmen von Restrukturierungsprojekten und Insolvenzverfahren. Das Amtsgericht Meppen hat einen vorläufigen Gläubigerausschuss mit den wichtigsten Gläubigern eingesetzt, die den eingeschlagenen Sanierungsweg unterstützen.

Der Insolvenzantrag von DTF habe keine Auswirkung auf ADO. Am 1. Januar 2013 hat die Zimmer + Rohde-Gruppe die Marke ADO und den Vertrieb von ADO gekauft - ohne die Produktion. Die DTF produziert seither unter anderem im Auftrag für Zimmer + Rohde.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN