Zoll leitet Verfahren ein Papenburg: "Grüner Tee" im Paket aus Afrika enthielt etwas anderes

Von noz.de

Genau hingeschaut haben Zollbeamte in Papenburg bei einem Paket aus Afrika.Genau hingeschaut haben Zollbeamte in Papenburg bei einem Paket aus Afrika.
Hauptzollamt

Papenburg. Grüner Tee aus Afrika sollte das Paket enthalten, doch die Zöllner des Zollamtes Papenburg waren misstrauisch - zu recht.

Mitte August waren die Zöllner der Postabfertigung auf eine Sendung aus Afrika gestoßen, die als Grüner Tee deklariert war. Nun wurde im Zusammenhang mit der Paketsendung ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln eingeleitet. Dies teilte das Hauptzollamt Oldenburg am Dienstag mit.

Mit der sicheren Vermutung, hier unerlaubte Betäubungsmittel vorliegen zu haben, hatten die Zöllner im Rahmen der Abfertigung des Pakets die zolleigenen Prüf- und Analysestellen eingeschaltet. Der Verdacht der Beamten wurde schnell bestätigt. 

Zoll beschlagnahmt acht Kilo der Droge Khat

Kein Gebinde Grüntee, sondern rund acht Kilogramm der verbotenen Kaudroge Khat befanden sich in der Postsendung aus Afrika. Der Paketinhalt wurde umgehend vom Zoll beschlagnahmt; ein Strafverfahren wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln ist eingeleitet worden.

Bei Khat handelt es sich den Angaben des Zollamtes zufolge um eine Kaudroge. Es wird hauptsächlich in Äthiopien, Kenia, Jemen und dem Oman angebaut und konsumiert. Es handelt sich dabei um die Zweigspitzen und junge Blätter des Kath-Strauchs. Das darin enthaltene Cathinon unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz; die Einfuhr ist verboten.


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