FDP: Von Sprachrohr wenig zu hören Was macht eigentlich der Jugendvorstand der Stadt Papenburg?

Auch die FDP unterstützt die Initiative für einen Bikepark am Obenende.Auch die FDP unterstützt die Initiative für einen Bikepark am Obenende.
Jule Rumpker

Papenburg. Um den Jugendvorstand der Stadt Papenburg ist es still geworden. Zu still, wenn es nach der FDP-Stadtratsfraktion geht. Das soll sich nach dem Willen der Liberalen ändern.

Anlass ist für Marion Terhalle, Vorsitzende der FDP-Fraktion im Stadtrat, die Anfang Juni nach längerer Verzögerung erfolgte Freigabe des neuen Skateparks beim Jugendzentrum im hinteren Bereich des Untenender Marktplatzes. Die Aschendorferin, die bei der Kommunalwahl am 12. September 2021 für den hauptamtlichen Bürgermeisterposten kandidiert, erinnert daran, dass 2017 der politische Beschluss für eine komplette Erneuerung der Anlage gefallen sei. 

Mehr als 300.000 Euro investiert

Mit großer Mehrheit sei die entsprechende Investition von mehr als 300.000 Euro beschlossen worden. An der Planung sei außer dem Jugendvorstand auch der Verein „Four Wheels“ beteiligt gewesen. 

„Es ist eine hochmoderne Anlage entstanden, auf die wir in Papenburg stolz sein können“, stellt Terhalle fest. Die FDP-Fraktion würde sich über eine Vorstellung im kommenden Jugend-/Sozial-/Sportausschuss am Dienstag, 29. Juni 2021, freuen. Sie regt einen Vor-Ort-Termin vor der Sitzung an.

Für Terhalle stellt sich indes aber auch die Frage: Was macht der Jugendvorstand heute? „Eigentlich braucht die Jugend gerade in diesen für die Jugendlichen besonders belastenden Zeiten ein eigenes Sprachrohr“, meint die FDP-Politikerin. Davon sei in Papenburg allerdings wenig zu hören.

Erfahrungen von Jugendlichen intensiver nutzen

Die Fraktionschefin hält eine Vernetzung der vorhandenen Jugendangebote der Stadt und eine Unterstützung und Begleitung auch der dezentralen Angebote für sinnvoll. Ein Beispiel: „Der Ferienpass wird auch in diesem Jahr für viele Familien eine besondere Bedeutung haben. Bei der Weiterentwicklung der Angebote wären die Erfahrungen der Jugendlichen hilfreich.“

Für die Ausschusssitzung beantragt die FDP einen Bericht über die bisherige und aktuelle Arbeit des Jugendvorstandes. Zudem solle die Verwaltung eine Neuwahl organisieren. In diesem Zuge seien digitale Beteiligungsformate für Wahlen und Sitzungen zu ermöglichen. Die Geschäftsordnung des Jugendvorstandes müsse entsprechend überarbeitet werden.

Für eine stärkere Beteiligung an der politischen Willensbildung

Gewählt werden könne aus Sicht der FDP im Zeitraum um die Kommunalwahl. „Jugendpolitische Angebote könnten das Angebot ergänzen und würden zu einer stärkeren Beteiligung von Jugendlichen in der politischen Willensbildung führen“, meint Terhalle.

Ebenfalls ein Thema in der anstehenden Ausschusssitzung im Hinblick auf Standortsuche und Finanzierung könnte nach Auffassung der FDP der von Obenender Kindern gewünschte Bikepark sein. Die Liberalen unterstützen die Initiative ebenso wie CDU-Bürgermeisterkandidat Pascal Albers.


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