Weiterhin im Stadtpark geplant Kletterturm in Papenburg: Investor lässt sich auf neuen Standort ein

Auf dieser Fläche im Randbereich des Stadtparks soll nach dem Willen des Investors Frank Fennen nun der Kletterturm errichtet werden. Dafür müssten allerdings mehrere Bäume weichen. Auch werde es die geplante Riesenschaukel dann nicht geben.Auf dieser Fläche im Randbereich des Stadtparks soll nach dem Willen des Investors Frank Fennen nun der Kletterturm errichtet werden. Dafür müssten allerdings mehrere Bäume weichen. Auch werde es die geplante Riesenschaukel dann nicht geben.
Gerd Schade

Papenburg. Es soll weiterhin im Stadtpark gebaut werden, aber an anderer Stelle als bisher beabsichtigt: Für den geplanten Kletterturm in Papenburg lässt sich Investor Frank Fennen auf einen Alternativstandort ein.

Dafür müssten allerdings einige Bäume weichen. Außerdem muss Fennen auf die geplante Riesenschaukel für den Turm verzichten.

Wie der Sportpädagoge und Betreiber des 3D-Bogenparks in Surwold am Dienstag weiter mitteilte, soll das in Teilen der Papenburger Bevölkerung vor allem wegen des Standorts Stadtpark umstrittene 1,5-Millionen-Euro-Projekt „Outdoor Werft“ nicht mehr auf der Freifläche gegenüber dem Mehrgenerationenspielplatz verwirklicht werden. Entstehen soll der Turm stattdessen auf einem Areal am nördlichen Rand des Stadtparks. Diese Fläche hatte Mitte Mai CDU-Bürgermeisterkandidat Pascal Albers vorgeschlagen. Fennen hatte sich seinerzeit offen für die Alternative gezeigt.

Investor Fennen: Änderung auf Wunsch vieler Stadtparkbesucher

Die Machbarkeit dort sei inzwischen sowohl bei der Firma Kristallturm aus Bayern, die die Anlage bauen soll, als auch bei der Stadt als genehmigende Behörde abgefragt worden. Ergebnis laut Fennen: „Wir können das technisch realisieren, aber auch im Genehmigungsverfahren ist das möglich.“ Er wollen nun die neue Planungsvarianten mit der Stadtverwaltung besprechen, damit sie ins förmliche Verfahren aufgenommen wird.

„Mit dem neuen Standort kommen wir den Wünschen vieler Stadtparkbesucher entgegen, die den Kletterturm nicht direkt neben dem Mehrgenerationenspielplatz wünschen“, erklärt der Investor in einer Pressemitteilung. Darin betont er, dass er mit der überarbeiteten Planung einen „größtmöglichen Konsens“ für sein Vorhaben im Stadtpark erreichen wolle.

Gerd Schade
Nahe dem Mehrgenerationenspielplatz soll aber weiterhin die geplante Minigolfanlage (Adventure-Golf) gebaut werden.

Wie Fennen weiter ausführt, sei die überwiegende Anzahl der Rückmeldungen, die er erhalten habe, sehr positiv gewesen. „Es gibt aber auch einige Kritiker, die sich das Projekt in der bisherigen Form nicht vorstellen konnten. Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Umplanung einen großen Schritt auf diese Kritiker zugehen“, meint Fennen. Im Gespräch mit unserer Redaktion unterstreicht der Mittvierziger, dass es für das Projekt einen zentralen und keinen peripheren Standort wie beispielsweise in einem Gewerbegebiet brauche. „Ich glaube an einen Erfolg auch für Papenburg“, sagt er.

Zwei Bäume müssten gefällt, sechs umgepflanzt werden

Einziger Wermutstropfen aus Sicht des Investors sei, dass an dem neuen, weniger zentralen Standort zwei Bäume gefällt müssten. Das aber werde wie vorgeschrieben durch Ersatzanpflanzungen kompensiert. Außerdem müssten Fennen zufolge sechs kleinere Bäume auf der Fläche umgepflanzt werden.

Was für ihn nach eigener Darstellung indes „nicht ganz unerheblich“ ist, sei die Tatsache, dass an dem neuen Standort die am Kletterturm geplante Riesenschaukel nicht angebracht werden könne. „Dafür reicht der Platz dort leider nicht, was sehr schade ist. Die Schaukel ist bei vergleichbaren Anlagen immer eines der Highlights“, bedauert Fennen.

57 Stationen auf drei Ebenen in bis zu 16 Meter Höhe

Der Kletterturm umfasst den bisherigen Planungen zufolge 57 Stationen auf drei Ebenen. Er soll etwa 16 Meter hoch sein von bis zu 75 Menschen ab drei Jahren gleichzeitig genutzt werden können.

Florian Scheitler
57 Stationen auf drei Ebenen sieht der Kletterturm vor (Grafik).

Voll hinter dem Projekt steht die städtische LGS GmbH. Deren Geschäftsführer Heiko Abbas verspricht sich davon eine „große Bereicherung für Gäste und Bürger“. Das Vorhaben sei ein erster großer Entwicklungsschritt für die Stadt, der sich aus dem Millionen-Tourismusprojekt „Maritime Erlebniswelt“ entwickelt. Im politischen Raum warben Abbas und Fennen bereits für breite Zustimmung. Der Ausschuss für Stadtentwicklung hatte die Planungen in seiner Sitzung im April mit großer Mehrheit befürwortet. Entschieden ist aber noch nichts, denn das letzte Wort hat der Stadtrat.

Minigolfanlage von Änderungsplanungen unberührt

Der nunmehr ins Auge gefasste Platz für den Kletterturm nimmt ihn Fennen zufolge aus der zentralen Sicht durch den Park. „Die Sichtachse war ein großes Thema.“ Zugleich erhöhe sich die Sichtbarkeit von der Straße „Am Stadtpark“ im Bereich des Obi-Marktes deutlich. „Wer dann dort zum Beispiel mit dem Auto oder Fahrrad entlangfährt, kann gleich sehen, dass hier etwas los ist“, sagt Fennen.

Von den Änderungsplanungen unberührt bleibt die ebenfalls vorgesehene Minigolfanlage. Sie bleibt Fennen zufolge auf der Fläche nahe dem Mehrgenerationenspielplatz. „Hieran hatte sich auch die Kritik nicht entzündet“, stellt der Investor fest. 


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