Beim künftigen Supermarkt? Kapitänsviertel in Papenburg soll an Lukas Kampeling erinnern

Vor knapp einem Jahr verstarb Lukas Kampeling an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung.Vor knapp einem Jahr verstarb Lukas Kampeling an den Folgen einer Coronavirus-Erkrankung.
Gerd Schade

Papenburg. Nach jahrelangen Planungen ist der Weg für den Bau eines Supermarktes im Kapitänsviertel in Papenburg frei. Im Umfeld des Marktes soll an Lukas Kampeling erinnert werden - aus mehreren Gründen.

Dafür wirbt der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke (CDU). Kampeling, unter anderem langjähriger Vorsitzender des Fördervereins Kapitänsviertel, Kommunalpolitiker sowie Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Papenburger Carnevals-Vereins, war am 12. April 2020 im Alter von 71 Jahren an den Folgen einer Coronavirus-Infektion verstorben. 

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Vehement setzte sich Kampeling für den Bau eines Nahversorgungszentrums auf der Fläche im Bereich Mittelkanal links/Kapitän-Venema-Straße ein. Als Vorsitzender des Fördervereins habe sich der Verstorbene hartnäckig für das Vorhaben stark gemacht, sagte Butke in der jüngsten Sitzung des Stadtrates. Er erinnerte an Kampelings Einsatz bei Gesprächen mit Investoren und der Stadtverwaltung sowie als Organisator von Bürgerversammlung.

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„Wichtig war ihm in dem Markt auch eine Gastronomie als Begegnungsstätte für Bürger aus dem Kapitänsviertel. Ihm ging es um Verbesserungen für die Bewohner, auch wenn er vielleicht manchmal mit seinen Ansprüchen über das Ziel hinausschoss“, sagt Butke. „Es ist sehr bedauerlich, dass Lukas die Entwicklung nicht mehr miterleben kann.“

Kristina Müller
Auf dieser Fläche soll der Verbrauchermarkt gebaut werden (Archivbild).

Der stellvertretende Bürgermeister schlägt deshalb vor, dass Politik, Verwaltung sowie die Investoren und Betreiber des Marktes in Abstimmung mit den Hinterbliebenen Vorschläge vorlegen, ob zum Beispiel die Brücke vor dem Supermarkt nach Lukas Kampeling benannt werden könne. Alternativ könne sich Butke vorstellen, auf dem Vorplatz oder an dem Gebäude selbst „in angemessener Form an den Förderer des Kapitänsviertels“ zu erinnern.

Menschen zusammenbringen als eine Kernkompetenz

Kampelings Kernkompetenz sei es gewesen, Menschen zusammenzubringen und ein von Gefühl von „Wir aus dem Kapitänsviertel“ zu erzeugen. In der Wohnsiedlung leben mehr als 2200 Menschen. Der Förderverein setzte sich unter Kampelings Führung Butke zufolge unter anderem für bessere Verkehrsführung, -beruhigung, die Gestaltung von Spiel- und Bolzplätzen sowie eine Verbesserung von Freizeitmöglichkeiten vor allem für Kinder und Jugendliche ein. 

Elisabeth Pohlgeers
Heiner Butke (Archivbild).

„Lukas Kampeling hat sich über viele Jahre für die Belange des Quartiers eingesetzt. Es ging ihm um gute nachbarschaftliche Beziehungen der Menschen, wobei er immer wieder betonte, dass aus sehr vielen Nationen Menschen in dem Quartier Heimat gefunden haben“, betont Butke.


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