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Ex-Profis beim TuS-Jubiläum Werder Bremen kommt nach Aschendorf

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Aschendorf. Karl-Heinz Assmann bleibt Vorsitzender des TuS Aschendorf . Ohne Gegenstimme sprachen ihm die Mitglieder in der Generalversammlung am Donnerstagabend im Kolpinghaus für weitere zwei Jahre das Vertrauen aus. Mitte August 2013 will der mehr als 1200 Mitglieder starke Verein sein 100-jähriges Bestehen feiern. Im Rahmen des dreitägigen Jubiläumsprogramms wird die Traditionself des Fußball-Bundesligisten Werder Bremen im Otto-Dölle-Stadion auflaufen. Der TuS geht davon aus, dass der dritte Bauabschnitt im Zuge der Sanierung der städtischen Sportanlage bis dahin abgeschlossen ist.

„Wir wollen unser Jubiläum schließlich nicht auf einer Baustelle feiern“, sagte Assmann. Der alte und neue TuS-Vorsitzende, der nach eigenen Worten 2008 „eigentlich nur als Übergangsvorsitzender“ angetreten sei, kündigte an, dass die neue Amtszeit definitiv seine letzte sein wird. „Das habe ich meiner Frau versprochen“, sagte Assmann.

Neuer Stellvertreter

Um ihn herum gab es mehrere Veränderungen in der Führungsetage. Alle Wahlen verliefen einstimmig. Neuer zweiter Vorsitzender ist Reinhold Korte. Er löst Hermann Wessels ab, der künftig als Sportwart fungiert. Neuer Schriftführer ist Jochen Albers. Der frühere TuS-Schatzmeister tritt die Nachfolge von Christian Stange an, der nicht wieder kandidierte. Komplettiert wird die Vorstandsriege durch Georg Droste-Rehling (Schriftführer), Jürgen Belling (Kassenwart), Oliver Grütze (Fußballobmann), Achim Schmidt (Jugendwart), Stefanie Krallmann (Turnwartin), Monika Hegemann (Frauenwartin) und Hermann Plock (Beisitzer).

Assmann zeigte sich verwundert darüber, dass die Stadt Papenburg die Verwirklichung des dritten Bauabschnitts im Stadion „durch einen Beschluss im Verwaltungsausschuss infrage gestellt“ habe. Angeblich gebe es dringendere Baustellen im Stadtgebiet. „Das kam für uns überraschend“, sagte Assmann. Er berichtete von einem Brief an Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU), in dem er seiner Verwunderung über den Beschluss Ausdruck gegeben und deutlich gemacht habe, „dass wir auf Durchführung des dritten Bauabschnitts bestehen“. In den ersten beiden Schritten war das Hauptgebäude saniert, umgebaut und erweitert sowie der Hauptplatz samt Laufbahn instand gesetzt worden. Laut Plan sollten im dritten Abschnitt die Nebenplätze verlängert und der Trainingsplatz hinter der Tribüne erweitert werden.

Der stellvertretende Aschendorfer Ortsbürgermeister Ralf Diedrichs (SPD) versicherte, dass der Ortsrat nicht nur in dieser Frage „voll und ganz hinter dem TuS“ stehe. Die Stadtverwaltung habe zugesagt, dass der Verein sein Jubiläum „auf einem vernünftigen Gelände“ feiern könne. „Das heißt für uns, dass die Bauarbeiten vor dem Jubiläum erledigt werden“, betonte Diedrichs. Der SPD-Politiker bescheinigte Assmann, der auch FDP-Ortsratsherr ist, sich auch politisch „wie ein Löwe“ für den TuS einsetze.

Der neue zweite Vorsitzende, Reinhold Korte, skizzierte das Rahmenprogramm für das Jubiläum, das vom 16. bis zum 18. August 2013 im Otto-Dölle-Stadion über die Bühne gehen wird. Demnach wollen die Mitglieder den TuS und sich selbst drei Tage feiern. Jeder der drei Tage wird unter ein Motto gestellt (Freitag Leichtathletik, Samstag Fußball, Sonntag Breitensport). „Wir werden versuchen, alle Sportarten, die der TuS anzubieten hat, auf den Platz zu bringen.“ Die Werder-Traditionself soll am Samstag (18 Uhr) gegen eine Aschendorfer Traditionsmannschaft antreten. Der Bremer Truppe gehören unter anderem die Ex-Profis Wolfgang Sidka, Frank Neubarth und Frank Ordenewitz an. Zur Party im Festzelt nach der Partie spielt die Aschendorfer Fetenband. Am Vorabend ist ein Kommers geplant, der Sonntag soll mit einem Dämmerschoppen ausklingen.

Besondere Auszeichnung

Korte betonte, dass der TuS für das Gastspiel der Bremer „nicht das Tafelsilber des Vereins verjubeln“ werde, im Gegenteil: Der Auftritt werde komplett durch Sponsoren (Aschendorfer Firmen) finanziert.

Von einer im vergangenen Jahr avisierten Erhöhung der Mitgliedsbeiträge nahm die Versammlung bis auf Weiteres Abstand. Ehrenvorsitzender Josef Möhlenkamp meldete dringenden Sanierungsbedarf für das Brüninghaus (Heizungsanlage, Dämmung) an. Das sei allerdings nur mit finanziellen Zuschüssen realisierbar.

Traditionell breiten Raum nahmen die Ehrungen erfolgreicher Sportler und verdienter Mitglieder ein. Einmal mehr zeigte sich, dass der TuS insbesondere bei den Leichtathleten und Trampolinturnern überregional sportliche Glanzlichter setzt.

Eine besondere Ehre wurde Helmut Meyer zuteil. Assmann würdigte ihn für hervorragende Verdienste in mehr als 50 Jahren – unter anderem als Fußballer, Schiedsrichter und Archivar.


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