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Initiative von Logopädin Therapie-Pony besucht Senioren im Johannesstift in Papenburg

Mit Möhren durften die Senioren des Johannesstift Papenburg Therapie-Pony Frida Gold verwöhnen. Etwa eine Stunde Zeit nahmen sich Petra Brand (Mitte) und Tocher Jona für den Besuch in dem Seniorenheim.Mit Möhren durften die Senioren des Johannesstift Papenburg Therapie-Pony Frida Gold verwöhnen. Etwa eine Stunde Zeit nahmen sich Petra Brand (Mitte) und Tocher Jona für den Besuch in dem Seniorenheim.
Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Seit wenigen Tagen dürfen Bewohner in Seniorenheimen wieder eingeschränkt Besuch empfangen. Einen ganz besonderen ersten Gast hatten die Senioren im Johannesstift am Gasthauskanal in Papenburg: Sie erhielten Besuch von Therapie-Pony Frieda Gold und Hund Emma.

"Wir wollten in Coronazeiten die Bewohner des Johannesstifts erfreuen und sie gleichzeitig aktivieren", sagt Petra Brand. Die ausgebildete Logopädin betreibt an der Birkenallee, dem Osterkanal und in Weener therapeutische Praxen, ist an diesem Tag aber ehrenamtlich und kostenlos mit ihrer Tochter Jona aktiv. 

Ihr Ziel, viele lächelnde Gesichter unter den Senioren zu hinterlassen, sie zu Erinnerungen an frühere Zeiten zu animieren oder sie zu Bewegung zu animieren, geht jedenfalls voll auf. Etwa ein Dutzend der derzeit 86 Bewohner des Seniorenstifts hatten sich auf der Freifläche hinter dem Gebäude eingefunden, einige im Rollstuhl, andere mit Gehhilfe, einige aber auch zu Fuß. 

Daniel Gonzalez-Tepper
Natürlich trugen alle Senioren, die an der Aktion teilnahmen, einen Mund-Nasen-Schutz. Das galt auch für den externen Besuch.

Aus schlechter Haltung übernommen

Sie lauschten zunächst gespannt den Worten von Brand, die etwas über die Vergangenheit von Shetlandpony Frieda Gold berichtet. Die nämlich übernahm die Therapeutin vor sechs Jahren "aus ganz schlechten Verhältnissen", daher könne sie auch gar nicht sagen, wie alt das Huftier genau sei. "Sie war stark abgemagert", berichtet Brand, was sich dank der Pflege von Mutter und Tochter sichtbar geändert hat. Was Frieda Gold nie gewesen sei, ist ängstlich sein. "Deshalb eignet sie sich auch sehr gut als Therapiepferd", betont die Therapeutin. Gleiches gelte für Golden-Retriever-Hündin Emma. Beide Tiere leben mit den Brands sowie vier weiteren Pferden und zwei weiteren Hunden auf einem kleinen Bauernhof in Völlenerkönigsfehn.

Daniel Gonzalez-Tepper
Emma ist eine Golden-Retriever-Hündin und zehn Jahre alt. Aus der Ruhe bringen lässt sich der Therapiehund nicht.

Beide Gäste dürfen die Senioren füttern. Während es für das Pony Möhren gibt, nascht Emma kleine Leckerlies aus den Händen der Bewohner. "Das Besuchsverbot war schlimm für die Bewohner. Ich bin sehr froh darüber, dass solche Dinge wie heute wieder möglich sind", sagt Heimleiterin Anne Strohschnieder-Tammen, die als Dankeschön an Petra und und Jona Brand eine große Packung "Merci"-Pralinen überreicht.

Daniel Gonzalez-Tepper



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