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200.000. Besucher geehrt Minister wirbt auf Gartenschau für Mindestlohn

Von Eva Kleinert | 05.07.2014, 18:28 Uhr

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer hält einen Mindestlohn in der Gartenbaubranche für machbar. Das hat der Grünen-Politiker am Freitag bei einem Besuch der Landesgartenschau in Papenburg in einem Gespräch mit unserer Zeitung betont. Währenddessen ist auf der Schau der 200000. Besucher geehrt worden.

„Harte Arbeit verdient auch anständige Löhne“, sagte Meyer, der die Gartenschau bereits zum dritten Mal besuchte. Diesmal traf er mit Vertretern der Gartenbaubranche zusammen. Mit diesen wolle er in kleinerer Runde auch aktuelle Themen wie den Fachkräftemangel oder eben den Mindestlohn besprechen, kündigte Meyer an. Aber auch Herausforderungen wie der ökologische Gartenbau, speziell der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln oder dem Umgang mit dem endlichen Rohstoff Torf, seien wichtige Gesprächsthemen. Beim Blick auf den kunstvoll gestalteten „Memoriamgarten“, den Friedhofsgärtner auf dem Landesgartenschaugelände angelegt hatten, sagte Meyer: „Wir müssen uns um eine nachhaltige Stadtentwicklung bemühen und Parks und Friedhöfe, die Oasen der Ruhe, ökologisch nutzen.“

Meyer hatte zu Beginn des Rundgangs die Bedeutung des niedersächsischen Gartenbaus für das Land hervorgehoben. Bei seinem Besuch ginge es ihm besonders darum, den Gartenbauern Anerkennung zu geben.

Papenburgs Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) lobte den „langen Atem“ der Gartenbauer auf dem Weg zur Landesgartenschau. „Das zeigt, wie wichtig Ihr Berufsstand ist“, würdigte er die anwesenden Gärtner.

Als 200.000. Besucher begrüßte Landesgartenschau-Geschäftsführer Lars Johannson Thorsten Bögemann aus Aschendorf. Er hatte die Schau am Freitag zusammen mit seinem Sohn Justus (5) und seiner Frau Elisabeth. Die Familie hat eine Dauerkarte. Justus gefallen vor allem der Streichelzoo und der Spielplatz.