Kinder glücklich machen Papenburgerin unterstützt Geschenkeaktion des Kinderschutzbundes

Seit über 30 Jahren engagiert sich Inge Faupel ehrenamtlich beim Kinderschutzbund. Auch bei der alljährlichen Weihnachtsgeschenkeaktion wirkt sie tatkräftig mit. Foto: Johanna FlintSeit über 30 Jahren engagiert sich Inge Faupel ehrenamtlich beim Kinderschutzbund. Auch bei der alljährlichen Weihnachtsgeschenkeaktion wirkt sie tatkräftig mit. Foto: Johanna Flint
Johanna Flint

Papenburg. Jeder Jahr zu Weihnachten organisiert der Kinderschutzbund (KSB) in Papenburg gemeinsam mit dem Sozialdienst Katholischer Frauen und Männer (SKFM) und der Caritas eine Geschenkeaktion für bedürftige Kinder. Die Papenburgerin Inge Faupel ist ehrenamtliche Mitarbeiterin beim KSB und seit den Anfängen der Aktion vor 13 Jahren mit dabei.

Bei der Geschenkeaktion können Kinder aus bedürftigen Familien auf Wunschzetteln eintragen, was sie sich zu Weihnachten wünschen. Diese Wunschzettel werden dann an Weihnachtsbäume aus Holz, die in mehreren Kirchen in Papenburg und Umgebung sowie in den Einrichtungen der Organisatoren stehen, gepinnt. Jeder, der möchte, kann einen der Wunschzettel mitnehmen, das Geschenk kaufen und dieses unverpackt gemeinsam mit dem Zettel zum KSB bringen. Dort wird es dann verpackt, sodass die Eltern und Kinder es vor Weihnachten abholen können und es damit rechtzeitig zum Fest unter dem Baum liegt.

EZ-Adventskalender öffnet Herzen

Der Advent ist die Zeit des Türenöffnens. Unsere Redaktion verzichtet in der Vorweihnachtszeit auf Türchen, nicht aber aufs Öffnen und auch nicht auf einen Kalender. Denn er ist etwas ganz Besonderes: Bis zum Heiligabend werden wir 24 Geschichten über Menschen veröffentlichen, die keine Türen, sondern Herzen öffnen. Menschen, die nicht meckern, sondern machen – und zwar ehrenamtlich.

An diese Weihnachtsbäume werden die Wunschzettel der Kinder gepinnt. Foto: Johanna Flint

Für etwa 400 Kinder aus Papenburg, Aschendorf, Dörpen und Rhede werden bei der Aktion Geschenke gespendet. Da braucht es viel Unterstützung und tatkräftigen Einsatz von ehrenamtlichen Helfern wie Faupel. Sie verteilt in den Orten Plakate und Flyer, die auf die Aktion hinweisen, hilft beim Einpacken der Geschenke, nimmt diese an und ist auch bei der Ausgabe an die Familien dabei. Insgesamt, so schätzt sie, sind an der Aktion 30 bis 40 Ehrenamtliche beteiligt.

Keiner geht leer aus

Besonders freut sich die Papenburgerin über die Bekanntheit, die die Aktion bereits erreicht habe. So wollten aus ihrem Nähkurs alle Teilnehmer einen der Wunschzettel haben. Auch in der Stadt werde sie oft angesprochen und gefragt, ob es noch Zettel gebe. Falls doch noch ein Wunschzettel übrig bleiben sollte, besorgen die Ehrenamtlichen das Geschenk mithilfe von Spendengeldern – es geht also kein Kind leer aus.

Die beliebtesten Wünsche sind nach Faupels Angaben Puppen, ferngesteuerte Autos, Fußballsachen und Spielzeug von "Anna und Elsa". Die beiden Schwestern sind die Hauptfiguren im Disney-Film "Die Eiskönigin", der besonders bei den Mädchen großen Anklang findet. Auch Winterjacken und -schuhe sind gefragt. Bei diesen Geschenken legen die Ehrenamtlichen meist noch eine Kleinigkeit dazu: "Wir bemühen uns, dass jedes Kind etwas zum Spielen oder eine Süßigkeit bekommt", so Faupel.

Schöne Erlebnisse machen Anstrengung wett

Im Laufe der Jahre seien Faupel einige schöne Erinnerungen im Kopf geblieben: Eine Mutter habe nach der Geschenkeaktion noch einmal den KSB besucht, um den Helfern zu danken. Ihre Tochter habe sich ein Kochbuch zu Weihnachten gewünscht. Zu dem Buch legten die Ehrenamtlichen noch eine handgenähte Schürze, auf die der Name des Mädchens eingestickt war, sowie eine Backform dazu. Die Mutter brachte bei ihrem Besuch ein Foto ihrer Tochter mit der Schürze mit, bedankte sich bei Faupel und ihren Kollegen und umarmte sie. "Das war wirklich nett", erinnert sich die ehrenamtliche Helferin.

Die Aktion könne allerdings auch sehr anstrengend sein: Bei 400 Paketen dürfen keine logistischen Fehler oder Zahlendreher passieren, denn sonst bekomme ein Kind das falsche Geschenk. Auch die Sortierung der Geschenke nach Nummern sei jedes Mal wieder ein großer Aufwand. "Vor der Ausgabe an die Familien liegen die Pakete in sämtlichen Räumen des KSB. Dann sieht es hier aus wie in einem großen Spielzeugladen", lacht Faupel. Die Dankbarkeit der Familien sowie die Freude, die die Aktion verbreitet, seien es ihr aber jedes Jahr wieder wert, die Anstrengung auf sich zu nehmen. 


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