Neues Musical für Kinder Musikschule in Papenburg lüftet die Wahrheit über den Weihnachtsmann

Die bunten Figuren vor (von links) Martin Nieswandt, Marco Malorny, Wiebke Zeltwanger, Broder Balzer und Francien Janse-Balzer können mithilfe von Holzstäben bewegt werden. Foto: Philipp HelmDie bunten Figuren vor (von links) Martin Nieswandt, Marco Malorny, Wiebke Zeltwanger, Broder Balzer und Francien Janse-Balzer können mithilfe von Holzstäben bewegt werden. Foto: Philipp Helm

Papenburg. Wer ist der Weihnachtsmann überhaupt? Dieser Frage geht das Musical "Die Wahrheit über den Weihnachtsmann" der Musikschule des Emslandes in Papenburg nach. Es gibt den Kinder eine kreative Antwort auf die Frage nach dem Weihnachtsmann und den Geschehnissen in der Weihnachtsnacht.

"Es geht um eine plausible Erklärung, die die Kinder verstehen", sagt Broder Balzer über das Konzept hinter dem Bühnenstück. Er leitet das Projekt und hat das Musical komponiert, an dem 15 Musikschüler beteiligt sind. Balzer zufolge richtet sich das Musical an Kinder im Grundschulalter, die anfangen, an dem Weihnachtsmann zu zweifeln. Diese bekämen eine Antwort auf ihre aufkommenden Fragen, sagt Balzer.

Der Inhalt ist wie folgt: Der Weihnachtsmann ist eigentlich ein Alien, der von einer Straßenbahn angefahren wurde. Seine Antennen wurden dabei beschädigt, weshalb er immer eine Mütze trägt. Um das Geheimnis hinter der Weihnachtsnacht und diesem Alien zu lüften, reisen die Kinder an den Nordpol. Es stellt sich heraus, dass der Weihnachtsmann sogenannte Zeitschleifen aus Schnürsenkeln drehen kann, um die Zeit zu stoppen.

Die Kinder spielen in dem Stück nicht selbst, sondern bewegen mithilfe von Holzstöcken einzelne Holzfiguren auf Rollen durch den Raum. Der Fokus solle auf dem Gesang liegen, sagt Balzer. Die Figuren und die Deko  hätten die Kinder vorher selbst gemalt. Der Leeraner Künstler und Tischler Ingo Heintzen habe sie dann auf riesige Holzplatten übertragen und das Bühnenbild erstellt. "Es ist ein flexibles Theater", so Balzer, der das Stück mit der Gitarre begleiten wird.

Diese Art der Vorführung steht laut Balzer in der Tradition der japanischen Papiertheater. Dort werden den Kindern in einem Holzkasten immer neue Bilder präsentiert. "Diese Theaterform ist eine ganz besondere", findet der Vorsitzende des Förderkreises der Musikschule, Marco Malorny. Der Verein beteiligt sich maßgeblich an der Finanzierung des Musicals.

Der Direktor der Musikschule des Emslandes, Martin Nieswandt, zeigt sich zufrieden mit der hauseigenen Produktion. "Die Kinder sind froh, dieses Angebot genießen zu dürfen", erklärt der Direktor. Diesmal seien es die Kinder, die etwas zeigen, und nicht die Erwachsenen. "Das Musical ist etwas für die ganze Familie", fasst Nieswandt zusammen.

Das Musical wird am Sonntag, 15. Dezember, um 17.30 Uhr in der Villa Dieckhaus aufgeführt. Der Eintritt ist kostenfrei. Am Dienstag, 17. Dezember, und Mittwoch, 18. Dezember, treten die Kinder zudem jeweils morgens in der Kirchschule und der Waldschule in Papenburg auf.


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