Elf Männer pflegen öffentliche Anlagen Die Herbrumer "Frauten" verschönern seit 20 Jahren das Ortsbild

Von pm

Seit 20 Jahren sorgen "die Frauten“ dafür, das Ortsbild von Herbrum zu verschönern. Ihr ehrenamtlicher Einsatz wurde während einer Feierstunde gewürdigt. Foto: Monika KremerSeit 20 Jahren sorgen "die Frauten“ dafür, das Ortsbild von Herbrum zu verschönern. Ihr ehrenamtlicher Einsatz wurde während einer Feierstunde gewürdigt. Foto: Monika Kremer

Herbrum. Die Herbrumer Kreativgruppe „Die Frauten“ praktiziert seit nunmehr 20 Jahren aktives ehrenamtliches Engagement. Das wurde jetzt in einer Feierstunde gewürdigt.

Seit dem 18. Oktober 1999 pflegen die Mitglieder einige städtische Anlagen in Herbrum und sorgen somit für ein schönes und gepflegtes Ortsbild. Im Namen von Rat und Verwaltung der Stadt Papenburg bescheinigte Ulrich Nehe  den elf Mitgliedern „ehrenamtliches Engagement par excellence“. Er habe als damaliger Bürgermeister der Stadt die Gründungsphase der Kreativgruppe miterlebt und auch die weitere Entwicklung stets mitverfolgt.

Stadt Papenburg wollte Umweltakzente setzen

Nehe erinnerte in seinem Grußwort auch an verschiedene Programme und Aktionen aus dem Jahr 1999, mit denen die Stadt Papenburg Umweltakzente setzen wollte. Dazu zählte auch der Vorschlag, dass Gruppen in den einzelnen Ortsteilen Patenschaften für mehrere städtische Anlagen übernehmen. Aus dieser Idee heraus sei die Herbrumer Kreativgruppe entstanden. 

Mit einem Blumenstrauß bedankte sich Ulrich Nehe bei Josef Lindemann, dem Initiator der Gruppe. Ein florales Dankeschön ging auch an Regina Kocks und Maria Schmitz, die die Gruppe unterstützen würden, sei es durch Tee kochen, Geräte unterstellen oder Strom für die Gerätschaften zur Verfügung stellen.

Ortsvorsteher Christian Kremer schloss sich den Worten seines Vorredners an und dankte der Kreativgruppe für die geleistete Arbeit. Der Heimatverein Herbrum würdigte mit einem selbst erstellten, plattdeutschen Gedicht über die Arbeit der „Frauten“ die langjährige Tätigkeit. Hermann Abeln, Vorsitzender des Vereins, trug das Gedicht vor.

Drei Männer machten den Anfang

Der Leiter der Gruppe, Hans Ganseforth, erinnerte in seiner Rede an die Entstehung der "Frauten". Nach dem Aufruf der Stadt hätten Josef Lindemann, Heinrich Potts und Hermann Vosse am 18. Oktober 1999 den ersten Arbeitseinsatz geleistet. Schnell seien weitere Freiwillige dazu gestoßen, so dass die Gruppe in kürzester Zeit auf elf Mitglieder wuchs. Lindemann, der die Leitung der Gruppe übernahm, habe mit der Stadt Papenburg vereinbart, dass die Gruppe im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Pflege der Anlagen beim Wegekreuz an der B70, auf dem Gelände des ehemaligen Kriegerehrenmals, rund um den Dorfplatz sowie die Anlagen der damaligen Grundschule, des Heimathauses (heutiges Dorfgemeinschaftshaus) und des damaligen Jugendheims übernimmt. 

Seitdem treffen sich die Männer – auch heute zählt die Gruppe noch elf Mitglieder – um diese Bereiche zu pflegen. „Damit wollen wir dazu beitragen, das Ortsbild von Herbrum zu verschönern“, erklärte Hans Ganseforth. Der Name "Die Frauten" stamme aus dem Plattdeutschen und bedeute Maulwurf, der ebenso, wie die Herbrumer, im „Erdreich wühlt“, so Ganseforth.

Auch Mehrgenerationenplatz mitgestaltet

Bei der Umgestaltung des Schulhofes der ehemaligen Grundschule zu einem Mehrgenerationenplatz im Jahr 2012/2013 beteiligten sich „Die Frauten“ am Rückbau der Spielgeräte und Jägerzäune, beim Aufnehmen der Pflasterungen und beim Aufbau neuer Spielanlagen.

Eine besondere Tradition entstand wetterbedingt im November 2001: ein heftiger Hagelschauer überraschte die Männer bei ihrer Arbeit, die sie aber – nach Abzug des Schauers – natürlich fortsetzten. Zum Aufwärmen lud Regina Kocks die "Frauten" anschließend zu einer Tasse Tee ein. „Seit diesem Tag ist es Tradition, dass wir nach dem letzten Arbeitseinsatz des Jahres bei Kocks Tee mit Spekulatius bekommen“, berichtete Hans Ganseforth und unterstrich damit Zusammengehörigkeitsgefühl.


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