Connemann lobt Arbeit Migrationsberatung des DRK in Papenburg zeigt Wirkung

Gitta Connemann (4. von links) lobte die Migrationsarbeit der DRK-Mitarbeiter (v. l.) Anja Krömer, Thomas Hövelmann, Alina Rodrìguez Sànchez, Josef Wittrock und Helen Wessels. Foto: Talea NordaGitta Connemann (4. von links) lobte die Migrationsarbeit der DRK-Mitarbeiter (v. l.) Anja Krömer, Thomas Hövelmann, Alina Rodrìguez Sànchez, Josef Wittrock und Helen Wessels. Foto: Talea Norda
Talea Norda

Papenburg. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) im Kreisverband Emsland bietet verschiedene Angebote, um Menschen mit Migrationshintergrund das Leben in Deutschland zu erleichtern. Eines dieser Projekte ist die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE). Bei ihrem Besuch beim Ortsverein Papenburg informierte sich Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) über das Angebot.

Im Jahr 2018 wurden in der MBE, die es seit 2005 gibt, bundesweit 305.097 Beratungsfälle gezählt. „Wir versuchen, Integration zu fördern und auf den Weg zu bringen“, sagte Helen Wessels vom DRK. Wichtig sei dabei das Gespräch miteinander. Hilfe bieten die Mitarbeiter den Ratsuchenden vor allem bei Themen wie die Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche sowie beim Ausfüllen von Anträgen, wie Alina Rodrìguez Sànchez erzählte. Sie betreut seit Januar alle Ratsuchenden aus Europa, ihre Klienten kommen meist aus Bulgarien oder Rumänien.  

Dolmetschen per Video

Doch auch Flüchtlinge, die aus Ländern außerhalb Europas nach Deutschland flüchteten, können die MBE kontaktieren. Diese Menschen betreut Anja Krömer häufig bei Fragen zum Aufenthaltsrecht oder zu Schulden, die durch unzureichende Sprachkenntnisse entstehen, beispielsweise bei Handyverträgen. „Wir müssen uns einer Sprache bedienen, die verständlich ist. Manchmal sind Dolmetscher von Nöten“, betonte Krömer.   

Diese ehrenamtlichen Übersetzer werden teilweise per Videotelefonie innerhalb weniger Minuten zugeschaltet, wie Rodrìguez Sànchez erklärte. Inzwischen hat das DRK auch einen Online-Beratungsdienst mit dem Namen "mbeon" eingerichtet. Dort können Klienten online Fragen stellen und erhalten innerhalb von 48 Stunden eine Rückmeldung, so Krömer.

230 Besucher monatlich

Ein weiteres Projekt des DRK ist das „Haus Global“, ein internationales Begegnungshaus an der Kirchstraße in Papenburg. „Das Haus Global zeigt mit 230 Besuchern monatlich deutlich, dass unsere Angebote wahrgenommen werden“, sagte Josef Wittrock, Leiter des Fachbereichs Jugend, Familie und Soziales im DRK-Kreisverband. Das Projekt biete unterschiedliche Angebote, wie Nachhilfe, Männer- und Frauengruppen oder Antragshilfe an, so Wittrock weiter.

Connemann ist begeistert von der Arbeit des DRK: „Es ist pionierhaft, was hier geleistet wird." Dabei erwähnte sie ebenfalls, wie vorbildlich vernetzt das DRK mit verschiedenen sozialen Einrichtungen, Schulen und Betrieben sei. „Die Netzwerkarbeit ist besonders gut. Alles läuft beim DRK zusammen“, lobte sie.


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