Publikum in Papenburg begeistert "Hoofbeats" rocken den Saal im Alten Güterbahnhof

Von Hermann-Josef Tangen

Brachte den Alten Güterbahnhof zum Kochen: Die seit 55 Jahren bestehende Band "Hoofbeats". Foto: Hermann-Josef TangenBrachte den Alten Güterbahnhof zum Kochen: Die seit 55 Jahren bestehende Band "Hoofbeats". Foto: Hermann-Josef Tangen
Hermann-Josef Tangen

Papenburg. Auch wenn sie mit ihrer 55-jährigen Bandgeschichte in der Region inzwischen als „Dinosaurier“ der Beat- und Rockmusik gelten, haben sie nichts von ihrer mitreißenden Power und ihrer Anziehungskraft eingebüßt. Das unterstrichen die Hoofbeats mit ihrem „And the Beat goes on“-Konzert im Alten Güterbahnhof in Papenburg.

Bei ihrem Auftritt trug die Kultband eine Auswahl ihres umfangreichen musikalischen Angebotes vor. Bereits nach wenigen Minuten sprang der Funke auf das Publikum über.  

Das setzte sich zwar zum überwiegenden Teil aus der Generation 50 Plus zusammen, aber auch jüngere Gäste ließen sich von dem ausgewählten Repertoire der bekanntesten Hits der Rockgeschichte zum Tanzen anstecken. „Einige Fans halten uns seit unserer Gründung die Treue und kommen seit Jahrzehnten zu unseren Konzerten“, freute sich Bandleader und Sänger Lambert Röttgers, der ebenso wie seine Bandkollegen die Pausen nutzte, um mit den Besuchern ins Gespräch zu kommen.

Foto: Hermann-Josef Tangen

Mit ihrer handgemachten und authentischen Show brachten die sechs Musiker Lambert Röttgers (Gesang), Rudi Konken (Gitarre, Gesang), Willi Schulte (Schlagzeug, Gesang), Ulrich Riediger (Gitarre, Gesang), Alfons Kleine (Keyboards, Gesang) und Hermann Fust (Bass) den Saal zum Kochen. Nicht fehlen durften einige Eigenkompositionen, darunter das melancholische Werk „Am Kanal von Papenburg“, mit dem die Band in den frühen 1970er Jahren das Zuschütten der für die Emsstadt charakteristischen Kanäle anprangerte.

1964 von den beiden Klassenkameraden Hermann Fust und Lambert Röttgers am Papenburger Gymnasium gegründet, machte sich die Gruppe „The Walking Hoofbeats“, später „Hoofbeats“ (übersetzt Hufschläge) mit Musik von den Beatles und den Rolling Stones rasch einen Namen. Ihren ersten großen Auftritt absolvierte die Band mit Lambert Röttgers (Gesang), Hermann Fust (Gitarre), Alfons Kleine (Bass und Orgel), Heinz Grummel (Gitarre) und Hermann Wichmann (Schlagzeug) Anfang 1966 im Saal Lucky Jansen in Sögel.

Die Musiker füllten später sogar große Hallen in Oldenburg, Osnabrück, Münster und Hannover. 1978 brachte die Band eine Single-Platte auf den Markt mit dem Titel „Our Tiger“. Die Rückseite enthielt eine Cover-Version des Small-Faces-Titels „Sha-la-la-la-lee“. Dieser Song ist bis heute die heimliche Hymne der Band und bildete wie selbstverständlich das Schlusslied des Konzertes.


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