Letzte Mitarbeiterin verabschiedet "Arbeitsmarktpolitisches Programm" in Papenburg endet

Die Verabschiedung von Barbara Veske (links) nahmen (von links) Heinrich Hövelmann, Initiator des "arbeitsmarktpolitischen Programms", Ursula Mersmann, Vorsitzende des HÖB-Vereins und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp vor. Foto: Johanna FlintDie Verabschiedung von Barbara Veske (links) nahmen (von links) Heinrich Hövelmann, Initiator des "arbeitsmarktpolitischen Programms", Ursula Mersmann, Vorsitzende des HÖB-Vereins und Erster Kreisrat Martin Gerenkamp vor. Foto: Johanna Flint

Papenburg. Nach 40 Jahren des „arbeitsmarktpolitischen Programms“ unter Federführung von Papenburgs Ehrenbürgermeister Heinrich Hövelmann ist mit Barbara Veske die letzte Mitarbeiterin des Programms in der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) verabschiedet worden.

Die in Nordrhein-Westfalen geborene Veske lebte 20 Jahre in den USA und kehrte 2011 zurück nach Deutschland. Damals zog sie zu ihrem Bruder nach Papenburg und war zunächst arbeitslos. In der HÖB wurde sie dann für drei Jahre unter Vertrag genommen und veranstaltete dort Englischkurse für Menschen über 50.

Vor zwei Jahren nahm Hövelmann sie im Rahmen seines arbeitsmarktpolitischen Programmes im „Service für Entwicklung und Zusammenarbeit“ unter Vertrag. Hövelmann erzählte unter anderem von ihrem Mitwirken in seinen Uganda-Projekten, bei denen sie aufgrund ihrer Englischkenntnisse „Gold wert“ gewesen sei.

Programm habe positiv zur Gesellschaft beigetragen

Das Programm entwickelte er vor 40 Jahren, um Arbeitslosen und sozial Benachteiligten wie Flüchtlingen, älteren Menschen oder Alkohol- und Drogensüchtigen eine Beschäftigung zu geben. Die Arbeitslosenquote sei damals sehr hoch gewesen, da die Bewerbungen vieler Benachteiligter von den Arbeitgebern nicht beachtet worden seien. Hövelmann vermittelte dann unter anderem Arbeit auf Baustellen.

Erster Kreisrat Martin Gerenkamp zufolge, der auch während der Verabschiedung anwesend war, waren die Arbeitslosen bei Hövelmann nie nur beschäftigt, sie haben auch immer etwas Sichtbares geschaffen, was positiv zur Gesellschaft beigetragen habe. So wurden von Arbeitern des Programms beispielsweise das „Papenbörger Hus“ und die HÖB gebaut. Des Weiteren gibt es eine Arbeitswerkstatt für ältere, arbeitslose Menschen, in der sie bis zu ihrer Rente beschäftigt werden.

Aufgrund seines fortgeschrittenen Alters sehe Hövelmann sich nun aber nicht mehr in der Lage, längerfristige Verträge abzuschließen, was ihn dazu veranlasse, das Programm zu beenden. “Er ist ein Segen für die Menschen, die vom Programm profitiert haben“, so Gerenkamp.

Der symbolische Staffelstab wurde weitergegeben an Ursula Mersmann, Vorsitzende des HÖB-Vereins, die die Arbeit Veskes weiterführen wird.


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