HHG setzt auf Neugestaltung Das sind die Pläne für den Ems-Altarm in Rhede

Rhedes Bürgermeister Gerd Conens erläuterte am Ems-Altarm den Mitgliedern des HHG Rhede die Anlagen, die hier vor 70 Jahren noch unerlässlich waren. Foto: Birgit WaterlohRhedes Bürgermeister Gerd Conens erläuterte am Ems-Altarm den Mitgliedern des HHG Rhede die Anlagen, die hier vor 70 Jahren noch unerlässlich waren. Foto: Birgit Waterloh

Rhede. Der Verein für Handel, Handwerk und Gewerbe Rhede macht sich dafür stark, den Ems-Altarm nahe der Ortsmitte deutlich aufzuwerten und damit auch zu einem stimmungsvollen Veranstaltungsort für die Gemeinde werden zu lassen.

Während einer sogenannten Unternehmensvesper sagte HHG-Sprecher Günter Terfehr: „Durch den Besucherzulauf beim Drachenbootrennen haben wir erkannt, hier geht noch viel mehr.“ Ihm schwebt vor, die ehemalige Hafenanlage am Altarm der Ems zu restaurieren und die Umgebung parkähnlich zu gestalten. So sei eine Nutzung des Geländes für Veranstaltungen, auch zusammen mit dem Heimatmuseum über die Straße hinweg denkbar.

Landpartien, Märkte oder historische Veranstaltungen könnten Terfehr zufolge, so stimmungsvoll in Szene gesetzt werden. Hierzu wolle man auch finanzielle Mittel aus dem Programm der Dorferneuerungsprogramm beantragen, dass in Rhede in den kommenden Jahren umgesetzt werden soll. 

So sah der Rheder Hafen Anfang der 50er Jahre aus. Foto: Sammlung Heimatverein Rhede

Der Ems-Altarm wurde bis zum Ende der 1950er Jahre wirtschaftlich genutzt, wie der noch amtierende Rheder Bürgermeister Gerd Conens (parteilos) vor Ort erläuterte. So wurden dort nach dem Krieg alle Steine und Baumaterialien zum Wiederaufbau angelandet. Ein Kran mit Laufkatze übernahm das Löschen der Ware und die Beförderung auf weitere Transportmittel. Auch Getreide und Dünger fanden von hier aus ihren Weg zu den örtlichen Landwirten. 

Über die Historie des Ems-Altarms informierte Bürgermeister Gerd Conens die Mitglieder des HHG Rhede. Foto: Birgit Waterloh


An der historischen Anlegestelle gab es zudem eine Dämpfanlage. Auch die Molkerei war dort angesiedelt. Nach dem Bau von Schöpfwerken verlor der Altarm Mitte der 1960er Jahre seinen direkten Zugang zur Ems. Heute entwässert der „Dänenfließ“ in den Altarm. Dadurch würden Schlick und Pflanzenreste in den Altarm eingetragen, erläuterte Conens. Das abgesetzte Material muss im Abstand einiger Jahre immer wieder ausgebaggert werden.

Altarm ökologisch wieder in optimalen Zustand versetzen

Ziel des Vorhabens ist es Conen zufolge daher auch, den Altarm ökologisch wieder in einen optimalen Zustand zu versetzen. Dies würde auch dem örtlichen Angelverein zugute kommen, der das Gewässer nutzt. „Wir stehen hier an einem Idyll“, sagte Conens. Der Ort am ehemaligen Hafen verbinde Geschichte mit den Inhalten des HHG. „Handwerk und Landwirtschaft sind die Dinge, die Rhede groß gemacht haben“, betonte er.

Die Mitglieder des Vereins für Handel, Handwerk und Gewerbe freuen sich über das neue Drachenboot. Dieses soll auf dem Ems-Altarm zukünftig noch besser in Szene gesetzt werden können. Foto: Birgit Waterloh


Während der Unternehmensvesper stießen die Mitglieder des HHG auch auf das neue Drachenboot an. Dieses konnte dank mehrerer Sponsoren für 7000 Euro angeschafft werden und kam beim zweiten Rheder Drachenbootrennen Ende September zum Einsatz. Das Team Terfehr errang damit auf Anhieb den ersten Platz.

Aushängeschild für Rhede und den HHG

„Das Boot ist ein Aushängeschild für Rhede und unseren Verein“, freute sich HHG-Sprecher Günter Terfehr. Sein Ziel ist es, zusammen mit dem „Rheenboot“ zukünftig noch mehr Aufmerksamkeit zu erregen. Ein passendes Ambiente am Altarm der Ems könne die Attraktivität des Drachenbootrennens noch erhöhen. 

Auf der HHG-Veranstaltung wurde auch das beim Drachenbootrennen von Stefan Wiemker erstellte Video präsentiert. Dieses ist auch auf der Internetseite der Gemeinde Rhede eingestellt.


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