Ortswehren feiern Kameradschaftsfest Papenburger Feuerwehr für Moorbrand-Einsatz ausgezeichnet

Von Hermann-Josef Döbber

Für ihren Einsatz bei dem Moorbrand auf der WTD 91 im Herbst 2018 überreichte der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke (rechts) eine Urkunde des Landes Niedersachsen dem Stadtkommando mit (von links) Josef Pieper, Thorsten Bröring, Mirco Krange und Georg Kruth. Zu den Gratulanten gehörten Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff und Hans-Bernd Ahlers. Foto: Hermann-Josef DöbberFür ihren Einsatz bei dem Moorbrand auf der WTD 91 im Herbst 2018 überreichte der stellvertretende Bürgermeister Heiner Butke (rechts) eine Urkunde des Landes Niedersachsen dem Stadtkommando mit (von links) Josef Pieper, Thorsten Bröring, Mirco Krange und Georg Kruth. Zu den Gratulanten gehörten Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff und Hans-Bernd Ahlers. Foto: Hermann-Josef Döbber

Papenburg. Die drei Ortsfeuerwehren der Stadt Papenburg haben gemeinsam am Samstagabend ihr Kameradschaftsfest gefeiert.

 Die Neuauflage bei bester Stimmung im Saal des Hotels Hilling am Obenende begann mit der Ehrung von vier und die Beförderung von 19 Mitgliedern.

Neben zahlreichen Beförderungen wurden die Jubilare geehrt (vorne von links): Alfred Meyer mit Ehefrau Helena, Cord-Eike Seevers mit Ehefrau Eva-Maria, Peter Kruse mit Ehefrau Monika sowie Ingo Vosse mit Ehefrau Petra durch Holger Dyckhoff und Hans-Bernd Ahlers. Foto: Hermann-Josef Döbber

Geehrt und befördert

Ehrungen:
  • 40 Jahre: Alfred Meyer (Feuerwehr Obenende)
  • 25 Jahre: Peter Kruse, Ingo Vosse (Feuerwehr Aschendorf) und Cord Eike Seevers (Feuerwehr Untenende).
Beförderungen:
  • Oberfeuerwehrmann: Pascal Schmitz, Daniel Rzodeczko (Feuerwehr Untenende) und Christian Schepers (Feuerwehr Obenende).
  • Hauptfeuerwehrmann/-frau: Florian Rülander (Feuerwehr Untenende) , Gary Skiebnewski (Feuerwehr Obenende), Jan Hegemann und Tanja Hackling (Feuerwehr Aschendorf).
  • Oberbrandmeister: Thorsten Bröring (Feuerwehr Obenende).
  • Oberlöschmeister: Maximillian Ahlvers, Thomas Craayvanger (Feuerwehr Untenende), Stefan Sürken und Hubert Sanders (Feuerwehr Obenende).
  • Erster Hauptfeuerwehrmann: Richard Wiels (Feuerwehr Obenende), Josef Albers und Ewald della Valle (Feuerwehr Aschendorf).
  • Löschmeister: Jörg Voskamp (Feuerwehr Obenende) und Patrick Röhrig (Feuerwehr Aschendorf).
  • Hauptlöschmeister: Jürgen Meyer (Feuerwehr Obenende).
  • Erster Hauptlöschmeister: Joachim Strack (Feuerwehr Aschendorf).

Ortsbrandmeister Georg Kruth von der gastgebenden Ortsfeuerwehr Untenende konnte außer den Feuerwehrmännern und -frauen auch zahlreiche Gäste begrüßen. Darunter waren Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff, der stellvertretende Abschnittsleiter EL-Nord Hans-Bernd Ahlers sowie Papenburgs stellvertretenden Bürgermeister Heiner Butke (CDU). Dieser lobte die ständige Einsatzbereitschaft und dankte auch den Partnern der Feuerwehrleute: "Deren Bereitschaft, die Feuerwehrarbeit zu unterstützen, ist alles andere als selbstverständlich." 

Butke bekräftigte die Entscheidung der politischen Gremien, den Mitgliedern der Feuerwehr Vorrang bei der Vergabe von Bauplätzen zu gewähren. Dem sichtlich überraschten Stadtkommando überreichte der stellvertretende Bürgermeister eine vom niedersächsischen Minister Boris Pistorius (SPD) unterzeichnete Urkunde als Dankeschön "für den außergewöhnlichen Einsatz bei der Bekämpfung des Moorbrandes auf der Wehrtechnischen Dienststelle 91 im Herbst 2018",wie es auf dem Schriftstück steht.

Zusammenhalt gewachsen

Stadtbrandmeister Josef Pieper bezeichnete das Fest als inzwischen festen Bestandteil im Veranstaltungskalender der Wehr. "Und das freut mich sehr", so der Aschendorfer. Der Zusammenhalt der Wehren sei auch 2019 weiter gewachsen. "Das kann man an den 216 Einsätzen sehen, die wir gemeinsam bewältigt haben", sagte Pieper. 

Vor allem habe man den Zusammenhalt in den herausfordernden Momenten, von denen es auch in diesem Jahre wieder einige gegeben habe, bemerkt. Als Beispiele nannte er die Großbrände auf dem Gelände des Unternehmens Holzrecycling Papenburg im Nordhafen, in der Poststraße und im sogenannten Schepersturm, wie auch bei der Großübung aller Feuerwehren bei der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Aschendorf.

"Für unsere Bürger da"

In diesem Jahr ist es Pieper zufolge der Feuerwehr Papenburg wieder bei Kernaufgaben gelungen, seine Qualität bei der Sicherheit und dem Schutz der Papenburger unter Beweis zu stellen. "Wir haben auch 2019 gezeigt, dass wir für unsere Bürger da sind. Ob nun bei Unwettereinsätzen, schweren Verkehrsunfällen, Bränden oder Taucheinsätzen – auf die freiwillige Feuerwehr kann man sich in Papenburg zu 100 Prozent verlassen." Dabei rücke die Wehr immer mit der gleichen Ernsthaftigkeit und Professionalität aus, "ob es nun um einen Großbrand geht, oder um einen Fehlalarm einer Brandmeldeanlage."

Dieses werde im Übrigen auch von den Bürgern und der Stadt selbst so erkannt: "So erhalten wir auch aus dem Rathaus die Unterstützung bei den Aufgaben, die vor uns liegen", sagte Pieper. Nach den Worten des Stadtbrandmeisters handelt es sich um die gemeinsame Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes, die Einstellung eines hauptamtlichen Gerätewartes in 2020 und "wenn alles klappt, können wir bereits in Kürze einen neuen Gerätewagen Logistik in Empfang nehmen." 

Kooperation mit benachbarten Feuerwehren

Darüber hinaus stehe die Ausschreibung eines neuen Tanklöschfahrzeuges (TLF) vom Typ 3000 Wald für die Ortswehr Aschendorf auf dem Programm, ebenso wie eine gemeinsame Fahrt zur Interschutz nach Hannover und die Schwarz-Weiß-Trennung bei der PSA an. "Das war ein Thema, das in diesem Jahr im Mittelpunkt stand, vor allem beim Brand im Nordhafen. 

Auch bei anderen Einsätzen ist die Kooperation mit den Feuerwehren in Ostfriesland und dem übrigen Kreisgebiet gut. Ich bin sehr froh, dass wir hier eine gute Zusammenarbeit haben", so der Aschendorfer weiter. "Deshalb darf ich heute auch den Kameradinnen und Kameraden der Nachbarwehren ein großes Dankeschön aussprechen – ebenso wie der Stadt, die durch Rat und Verwaltung uns in unserer ehrenamtlichen Arbeit unterstützt und ausrüstet."

Forderndes Engagement

Beim Blick in den mit rund 225 Personen gefüllten Saal sagte Pieper weiter: "Das größte Dankeschön und die größte Anerkennung gilt heute Abend aber natürlich Euch! Ohne euch und euren Einsatz bräuchten wir uns über diese vielen spannenden Themen, die ich aufgezählt habe, gar keine Gedanken machen." Ergänzend hieß es: "Denn ihr seid das Herz und die Seele der Papenburger Feuerwehr. Mit eurem Engagement setzt ihr euch für die Bürger ein und helft in jeder Notlage. Das kann man nicht oft genug würdigen und auch nicht oft betonen – denn ihr macht das alles freiwillig."

Genauso dankte Pieper den Familien und Partnern der Retter. "Ohne die Unterstützung im engsten Kreise ist so ein forderndes Ehrenamt gar nicht zu machen. Euch allen also ein herzliches, tief empfundenes Dankeschön. Dieser Abend ist für Euch alle gedacht und darum wollen wir gemeinsam feiern, nicht nur als Belohnung für das Geleistete, sondern auch als Wertschätzung für die gesamte Feuerwehr in Papenburg."


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