Ein Bild von Gerd Schade
09.10.2019, 11:22 Uhr KOMMENTAR

Zum Kunstprojekt mit Aschendorfer Schülern: Im Alltag leben

Ein Kommentar von Gerd Schade


An dem Projekt ist auch die Papenburger Kunstschule Zinnober maßgeblich beteiligt. Foto: Gerd Schade/ArchivAn dem Projekt ist auch die Papenburger Kunstschule Zinnober maßgeblich beteiligt. Foto: Gerd Schade/Archiv

Papenburg. Was die Aschendorfer Oberschüler in dem Kunstprojekt "Erinnern für die Gegenwart" herausgearbeitet haben, verdient Respekt. Die Erkenntnisse in den Alltag zu übertragen, ist allerdings eine große Herausforderung. Ein Kommentar.

Bemerkenswert, wie intensiv die Aschendorfer Oberschüler in das Kunstprojekt „Erinnern für die Gegenwart“ eingetaucht sind. Die Erkenntnisse, die sie in kurzer Zeit gewonnen haben, können sich schon jetzt sehen lassen. Dabei werden die Ergebnisse ihrer Kreativität erst später während einer Ausstellung zu betrachten sein.

Noch viel wichtiger als der künstlerische Ausdruck ist aber, dass die Erkenntnisse nicht zu Lippenbekenntnissen verkümmern, sondern von den Jugendlichen im Alltag auch gelebt werden. Das ist eine große Herausforderung, denn alle Projektteilnehmer haben nach eigenem Bekunden Erfahrung mit Mobbing und Ausgrenzung gemacht. Sich dem vielleicht auch in der Minderheit oder gar allein entgegenzustellen, erfordert Rückgrat und Courage. Dabei dürfen Erwachsene die Schüler nicht alleinlassen. Hier sind zuallerst die Eltern gefragt. 


Der Artikel zum Kommentar

Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN