Netzwerktag am 26. Oktober Wie steht es um die Inklusion in Papenburg?

Die Vorbereitungen für den ersten Netzwerktag "Inklusion? Na klar!" laufen auf Hochtouren. Für ein kleines Theaterstück bereiteten Schüler der Fachschule für Heilerziehungspflege im St. Lukas-Heim Plakate und Transparente für Bühnenbilder vor. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-HeimDie Vorbereitungen für den ersten Netzwerktag "Inklusion? Na klar!" laufen auf Hochtouren. Für ein kleines Theaterstück bereiteten Schüler der Fachschule für Heilerziehungspflege im St. Lukas-Heim Plakate und Transparente für Bühnenbilder vor. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

Papenburg. Wie weit ist die Inklusion in der Gesellschaft, in Institutionen und Einrichtungen fortgeschritten? Wo gibt es Verbesserungsbedarf? Fragen auf diese Antworten will das Papenburger St. Lukas-Heim am Samstag, 26. Oktober, in Kooperation mit der Stadt Papenburg bei einem Netzwerktag beantworten.

Im Mariengymnasium Papenburg wird von 9.30 bis 17 Uhr unter dem Titel „Inklusion? Na klar!“aus den verschiedensten Blickwinkeln reflektiert, referiert, diskutiert und an neuen Ideen gearbeitet, wie es in einer Mitteilund des St.-Lukas-Heims heißt. „Dazu ist natürlich jeder herzlich eingeladen, denn wir möchten ein Forum zum Kennenlernen, Diskutieren, und Austauschen schaffen“, sagte die pädagogische Leiterin Sandra Schmidt. Sie hat mit dem Arbeitskreis Inklusion der Einrichtung die Federführung für dieses bisher einmalige Forum in Papenburg. 

Durchaus provokativ, aber auch humorvoll, will der Referent Kai-Uwe Schablon mit dem Titel „Inklusion - Zauberformel oder Mogelpackung?“ gleich zu Beginn Impulse für den weiteren Verlauf des Netzwerktages setzen. Seit dem Jahr 2002 setzt er sich intensiv mit dem Thema Inklusion auseinander. Neben einer grundsätzlichen Begriffserklärung will er mit einem kleinen Augenzwinkern auf die Chancen und Grenzen eingehen. 

Im Laufe des Vormittags besteht für alle angemeldeten Teilnehmer die Möglichkeit, an zwei von insgesamt 18 Workshops teilzunehmen. Darunter fallen sowohl Bildungs- und Betreuungsangebote wie beispielsweise das inklusive Kindertagesstättenkonzept, eine Handyapp zur Barrierefreiheit mit dem Titel „Wheelmap“, das Thema Sexualität und Partnerschaft sowie Hilfen beim problematischen Konsumverhalten. Auch die Inklusion in unterschiedlichen Schulformen, im Sport und Beruf sowie die gelingende, barrierefreie Kommunikation und die Quartiersentwicklung für inklusives Wohnen werden in den Workshops fokussiert. 

Flankiert wird der Netzwerktag vom "Markt der Möglichkeiten". Dort stellen an zahlreichen Stationen verschiedene Vereine, Institutionen und Firmen ihre Hilfen und Angebot vor. Dazu gehören beispielsweise der Familienentlastende Dienst (FED) mit den vielen Freizeitmöglichkeiten, der Bund der Katholischen Jugend (BdKJ), ein Rollstuhlparcours der Firma Kramer, die Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB), der Allgemeinde Deutsche Fahrrad Club (ADFC) und Blau-Weiß Papenburg mit der inklusiven Fußballmannschaft. Insbesondere der "Markt der Möglichkeiten" und ein Bühnenprogramm ab 14.30 Uhr mit Musik, Theater und eine Talkrunde sind öffentlich und Bürger eingeladen. 

Um auch Eltern eine Teilnahme zu ermöglichen, wird eine Kinderbetreuung durch den FED eingerichtet. Die Teilnahme ist kostenlos. Da die Zahl der Plätze jedoch begrenzt ist, sollte umgehend eine Anmeldung unter der Telefonnummer 04961 925251 vorgenommen werden. 

Als Auftakt für den Netzwerktag ist eine öffentliche Ausstellung vom 15. bis 22. Oktober im Arkadenhaus am Papenburger Hauptkanal vorgesehen. Dort werden zahlreiche Werke der Kunstgruppe aus dem Betrieb für Lohnfertigung (BfL) gezeigt, die im Rahmen der Kunsttherapie erstellt wurden. 


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN