Vorstellungen in Papenburg und Leer Theatergruppe vom St.-Lukas-Heim widmet sich der „Lieben Familie“

Von pm

Wie aus dem echten Leben gegriffen wirkt das neue Werk der inklusiven Theatergruppe „Freigeist“, das in Leer und Papenburg aufgeführt wird. Foto: St.-Lukas-HeimWie aus dem echten Leben gegriffen wirkt das neue Werk der inklusiven Theatergruppe „Freigeist“, das in Leer und Papenburg aufgeführt wird. Foto: St.-Lukas-Heim

Papenburg/Leer. Die inklusive Theatergruppe „Freigeist“ ist seit inzwischen fünf Jahren für farbenfrohe Kostüme, vielschichtige Dialoge und abwechslungsreiche Bühnenbilder bekannt. Die Gruppe wird vom Familienentlastenden Dienst (FED) des Papenburger St.-Lukas-Heimes unterstützt.

Derzeit proben 14 Laienschauspieler mit und ohne Beeinträchtigungen für ihr neues, selbstgeschriebenes Werk „Die liebe Familie“. Aufführungen sind vom 14. bis 17. September in Leer und Papenburg vorgesehen, teilte das St.-Lukas-Heim mit.

Die zentrale Figur des Stückes ist der Baron von Zacharias, der eine größere Summe Geld gewonnen hat. Anstatt sein Glück mit seiner Familie zu teilen, zieht er sich immer mehr zurück und verliert wichtige Bezugspersonen. Die zentrale Botschaft des Stückes: Es ist wichtig über ein intaktes soziales Umfeld mit Familie und Freunden zu verfügen. Doch was motiviert die Schauspieler mit und ohne Beeinträchtigungen, über sehr lange Zeiträume zu proben? „Die Bedeutung ist für alle Beteiligten sehr groß, denn sie wachsen ein Stück weit über sich hinaus, genießen es, gesehen zu werden und die Gemeinschaft in der Gruppe. Bei denen, die länger dabei sind, merke ich, dass sie sich immer mehr trauen“, so die Theaterpädagogin Gertrud Auge.

Das Zusammenspiel zwischen Klienten vom Familienentlastenden Dienst des St.-Lukas-Heimes und anderen Akteuren läuft nach ihren Worten sehr gut. Die Stücke werden immer gemeinsam entwickelt. „Das hat den Hintergrund, dass jede Rolle individuell auf jeden einzelnen Teilnehmer zugeschnitten ist“, so Auge weiter. Keiner müsse lange Texte auswendig lernen, sondern überlege sich seinen Text selbst. Die Theaterpädagogin fügt die einzelnen Szenen dann mit Annette Schindler zu einem Gesamtwerk zusammen. Mit dabei sein wird auch der YouTube-Rapper „Zesh“, der bereits einige Werke im Internet als Musikvideos veröffentlichte. Außerdem fließen in das Theaterstück Filmaufnahmen von der Evenburg Leer ein.

Folgende Termine sind vorgesehen: Premiere in der Aula der Greta-Schoon-Schule in Leer am Samstag, 14. September, um 17 Uhr. Weitere Aufführungen gibt es dort am Montag, 16. September, um 9.30 und 11 Uhr. Im Papenburger Jugendzentrum (Gebäude auf dem Marktplatz) sind Aufführungen am Dienstag, 17. September, um 10.30 und 13.30 Uhr geplant.


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