Landkreis leitet Maßnahmen ein Berufsschülerin aus Papenburg an Masern erkrankt

Gegen Masern kann man sich impfen lassen. Allerdings vernachlässigen manche Menschen den Schutz vor der hoch ansteckenden Erkrankung. Foto: imago images / CHROMORANGEGegen Masern kann man sich impfen lassen. Allerdings vernachlässigen manche Menschen den Schutz vor der hoch ansteckenden Erkrankung. Foto: imago images / CHROMORANGE

Papenburg. Zum ersten Mal in diesem Jahr ist im Landkreis Emsland eine Masern-Erkrankung festgestellt worden. Betroffen ist nach Angaben der Kreisbehörde eine 18-jährige Berufsschülerin aus Papenburg. Der Fachbereich Gesundheit hat umgehend entsprechende Maßnahmen eingeleitet, zu dem die Untersuchung der Mitschüler gehört.

Den Fall machte der Landkreis am Mittwochmittag in einer Mitteilung öffentlich. "Die betroffene Schülerin hatte nach den Sommerferien lediglich einen Tag die Berufsschule besucht. Ihre Klassenkameraden sind untersucht worden. Bei Personen, bei denen keine Impfdokumentation vorlag, wurde der Impfstatus aktualisiert", teilte der Landkreis mit. 

Vorsorglich habe die Behörde für die Person ein Betretungsverbot für Gemeinschaftseinrichtungen für die Dauer von mehreren Wochen ausgesprochen. Die Person darf also vorerst nicht mehr am Berufsschulunterricht teilnehmen. "Schülerinnen und Schüler mit ausreichendem Impfschutz dürfen die Schule weiterhin besuchen", betont der Landkreis. Es handelt sich um den einzigen bislang gemeldeten Fall in diesem Jahr, heißt es in der Mitteilung.

Auch im privaten Umfeld der 18-jährigen Schülerin wurden Kontaktpersonen ausfindig gemacht. Sie wurden, um eine mögliche Verbreitung des Erregers zu verhindern, soweit notwendig ebenfalls mit einer Impfung versorgt. 

Erkrankung ist hoch ansteckend

Masern sind meldepflichtig. Die Erkrankung ist ansteckend und wird durch Viren ausgelöst. Symptome sind hohes Fieber, Husten und Schnupfen sowie Entzündungen im Nasen-Rachen-Raum und der Augen-Bindehaut. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bildet sich erst nach einigen Tagen der typische Hautausschlag, der im Gesicht und hinter den Ohren beginnt und sich dann über den ganzen Körper ausbreitet. Der Ausschlag geht mit einem erneuten Fieberanstieg einher und geht nach drei bis vier Tagen wieder zurück. 

Der Landkreis Emsland empfiehlt einen Impfschutz gegen Masern. Ansprechpartner seien die niedergelassenen Hausärzte. Mit zwei Impfungen liegt ein vollständiger Schutz vor einer Masernerkrankung vor. 

Nähere Information zum Thema Impfungen sind ebenfalls beim Landkreis Emsland, Ansprechpartnerin Inga Abeln, unter der Telefonnummer 05931/441200 erhältlich.


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