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Vernarbter Ort der ewigen Ruhe

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Die Narbe ist deutlich zu erkennen. Auch wenn der Grabstein wieder zusammengesetzt wurde: Quer hindurch verläuft eine alte Bruchstelle. Ein Zeugnis der Reichspogromnacht von 1938, als Nazis den jüdischen Friedhof in Aschendorf verwüsteten. Bis 1945 wurden 39 Papenburger Juden in Konzentrationslagern ermordet. Wilhelm Polak kehrte als einziger der Überlebenden hierher zurück. Zum heutigen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus haben wir mit ihm und seiner Frau Inna den jüdischen Friedhof besucht.

"Der stand früher ganz woanders", sagt Wilhelm Polak mit Blick auf den Grabstein seiner früh verstorbenen Mutter. Er war 1938 aus seiner Verankerung gerissen worden, wie viele andere, deren ursprünglicher Standort nicht mehr bestimmt werde

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