260 Euro durch Kuchenverkauf Mariengymnasium Papenburg unterstützt Spendenaktion

Von pm

Den Scheck nahm Deike Terhorst (vorne links) am Mariengymnasium in Empfang. Foto: MariengymnasiumDen Scheck nahm Deike Terhorst (vorne links) am Mariengymnasium in Empfang. Foto: Mariengymnasium

Papenburg. Schülerinnen des Mariengymnasiums (MG) Papenburg haben Deike Terhorst, ehemalige Schülerin des MG, einen Scheck in Höhe von 260 Euro überreicht.

Das Geld ist für eine MS-kranke Erzieherin in Albanien bestimmt. Wie das MG mitteilt, hat Terhorst (22), inzwischen Studentin, nach ihrem Abi 2015 ein Freiwilliges Soziales Jahr in Albanien absolviert. In Delvinë im Süden des Landes unterstützte die Herbrumerin eine Missionsstation der Thuiner Franziskanerinnen. Sie haben ein Internat eingerichtet. Bei einer 26-jährigen Erzieherinnen war nach einem Schlaganfall die unheilbare Krankheit Multiple Sklerose (MS) diagnostiziert worden. Terhorst will helfen. Sie rief eine Online-Spendenseite ins Leben und wandte sich an ihre ehemalige Schule. Dort organisierten Schülerinnen der Jahrgänge 9, 10 und 11 einen Kuchenverkauf und spendeten den Erlös. Terhorst will insgesamt 3000 Euro sammeln. 

Der Erlös aus dem Kuchenverkauf wurde ihm Rahmen einer Infoveranstaltung für die Klassen 9 übergeben, bei dem Terhorst über ihre Arbeit berichtete. „Ich freue mich sehr über die Unterstützung durch meine ehemalige Schule“, so Terhorst. Bei ihrem Vortrag gab sie einen Einblick in die Schönheiten und Probleme des Landes Albanien sowie über ihren Jugendfreiwilligendienst im Internat in Delvinë. Dort half sie den Mädchen, die ohne das Internat keine Möglichkeit zur Schulbildung hätten, bei den Hausaufgaben und organisierte außerschulische Aktivitäten. Außerdem gestaltete sie die Sommercamps der Schwestern und Schülerinnen mit, bei denen eine Woche lang circa 100 Kinder aus Delvinë und Umgebung betreut werden. Da Deike Terhorst jedes Jahr nach Albanien zurückkehrt, freut sie sich nach eigenem Bekunden schon, der Erzieherin namens Kristina bei dem nächsten Besuch in diesem Sommer das Geld zu übergeben.

Für die Familie der MS-Erkrankten sei die Situation aufgrund der schlechten Verhältnisse in Albanien eine große Belastung. Eine Behandlung sei aufgrund der schlecht ausgebildeten Ärzte und mangelhaft ausgestatteten Krankenhäuser nicht möglich, daher komme nur eine Behandlung in Italien oder Griechenland infrage. Für diese fehle der Familie aber das Geld, da es in Albanien keine Krankenversicherung gebe. 


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