Szenen von Loriot in Alter Drostei WieDu-Theater spielt jetzt regelmäßig in Papenburg

In der Schlange vor der Opern-Kasse kommt man sich näher. Foto: Susanne Risius-HartwigIn der Schlange vor der Opern-Kasse kommt man sich näher. Foto: Susanne Risius-Hartwig

Papenburg. Das improvisierte kleine Theater in der Alten Drostei in Papenburg war bei den ersten Vorstellungen gut besucht. Rund 180 Zuschauer wollten bislang schon die „Szenen einer Ehe“ frei nach Loriot sehen. Weitere Aufführungen folgen.

 „Loriot hat uns einen Spiegel vorgehalten,“  begrüßte der für die Regie des neu gegründeten WieDu-Theaters Papenburg verantwortlich zeichnende Norbert Knitsch. Der Humorist sei seiner Zeit weit voraus gewesen: „Er würde es uns verzeihen, denn auf unserer Bühne gibt es auch gleichgeschlechtliche Paare.“ 

Paare beim Frühstück

Loriot sei der Meinung gewesen, dass Männer und Frauen eigentlich nicht zusammenpassen, so Knitsch weiter. Wie das dann im Alltag aussehen kann, verdeutlichten die ersten drei Szenen, die allesamt die Ehepaare am Frühstückstisch zeigten. Die Unterhaltung kreiste dabei um Besuche bei befreundeten Paaren, die abstruse Frage, warum ein Trompeter nicht in eine Geige bläst oder wie lange ein weiches Ei kochen sollte.

Szene auf Platt

Stets stellte sich dabei  heraus, wie sehr die Ehegatten an einander vorbei redeten, genau wie in den Original-Dialogen des Humoristen. Das Papenburger Ensemble nahm sich jedoch kleine Freiheiten heraus, spielte eine Szene mal auf Plattdeutsch oder ließ aktuelle politische Anspielungen einfließen, sehr zum Vergnügen der Zuschauer.

Darsteller mit Bühnenerfahrung

Die beiden ersten Aufführungen waren der Start einer kleinen Tournee durch das Emsgebiet und Ostfriesland. Das WieDu-Theater wird aber bis Dezember monatlich eine Aufführung in der Alten Drostei anbieten, erklärte Knitsch.

Das WieDu-Theater ist Teil des Kleinkunst-Konzeptes der Drostei und die Schauspieler des Enselmbles sind allesamt Laiendarsteller mit Bühnenerfahrung. Dazu gehören: Anna Bohlen, Angelika Hagemann, Maria Leffers, Berend Buscher, Herrmann Schulte und Eva Gorny-Ulma. Begleitet wurden die ersten beiden Aufführungen von Wolfgang Hockmann und Julian Szafranek am Flügel.


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