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13.06.2019, 06:10 Uhr KOMMENTAR

Zur VHS Papenburg: Kreativ und kaufmännisch

Ein Kommentar von Gerd Schade


Die Welt der VHS Papenburg sieht wieder deutlich freundlicher aus. Foto: Gerd SchadeDie Welt der VHS Papenburg sieht wieder deutlich freundlicher aus. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Volkshochschule Papenburg ist weiter im Aufwind. Das hat gute Gründe, sah vor einigen Jahren allerdings noch ganz anders aus. Ein Kommentar.

Zehn Jahre ist es her, als eine gefährliche finanzielle Schieflage die Grundfesten der Volkshochschule Papenburg beben ließ. Ihre Zukunft erschien nach Missmanagement ungewiss, eine neue Geschäftsführerin verließ nach nur wenigen Wochen fluchtartig ihren Posten wieder, der Imageschaden für die Stadt und ihre Erwachsenenbildungslandschaft war enorm.

Heute sieht die Papenburger VHS-Welt deutlich freundlicher aus. Dabei war der Weg in den vergangenen Jahren dornenreich – und das nicht nur wegen der Finanzkrise. Zwei Beispiele: Wegen unerwarteter Altlasten wurde die Sanierung der Villa Dieckhaus satte 1,5 Millionen Euro teurer als geplant und beim Café Kutscherhaus erwies sich eine optimistische Gewinnkalkulation als Makulatur. Bis zum Jahr 2014 fuhr die VHS schmerzhafte Verluste ein.

Gut, dass die Verantwortlichen aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt haben und mit den Zahlen anders als früher offen und transparent umgehen. Und dass die VHS heute so dasteht wie sie dasteht, ist ein Verdienst der Geschäftsführung. Die Doppelspitze mit Geschäftsführerin Natascha Hartleif und Verwaltungsleiter Jörg Burkholz verkörpert eine gesunde Mischung aus kreativem und kaufmännischem Denken.

Darauf wird es auch weiterhin ankommen, um die zukünftigen Herausforderungen in der Bildungsarbeit wie dem rückläufigen Kursgeschäft zu meistern.


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