Ausstellung in Papenburg Wie Kunsthühner helfen, richtige Hühner zu halten

Von Michelle Kramer

Kunsthühner PapenburgKunsthühner Papenburg

kram Papenburg. Das Foyer der Sparkasse Emsland am Hauptkanal links 60 in Papenburg wird zurzeit von kunstvoll bemalten Holzhühnern geschmückt. 16 Abiturientinnen des Mariengymnasiums Papenburg unterstützen mit der Ausstellung und dem Verkauf der Kunsthühner ein Projekt im ugandischen Butema.

Um gegen den Eiweißmangel der Menschen in Uganda vorzugehen, baut das Ehepaar Mahrta und Alysius Mugisa aus Masindi (Uganda) vor Ort eine Hühnerfarm auf, erklärte Heinrich Hövelmann, Geschäftsführer des gemeinnützigen „Service für Entwicklungszusammenarbeit“ (Sezu) in Papenburg. Die Eheleute sind Gastmitglieder im Papenburger Rassengeflügelzuchtverein, der das Vorhaben ebenso unterstützt.

Auf der Farm soll es 250 Küken, 1000 Legehennen und 250 Schlachthühner geben. Hövelmann zufolge soll das Projekt ganz nach dem Motto „fördern und fordern“ durch einen Hofladen wirtschaftlich getragen werden. Fotos von den ersten Baumaßnahmen, dem Hühnerstall und dem künftigen Hofladen sind ebenfalls im Foyer ausgestellt.

Als Hövelmann mit einer Kiste voll Holzhühner, die in Hoima (Uganda) geschnitzt wurden, das Gymnasium aufsuchte und darum bat, diese zu verzieren, habe Kunstlehrerin Cornelia Hummrich keine Einwände gehabt, denn: „Alles was den bekannten Rahmen sprengt, erweitert das Gesichtsfeld der Schülerinnen“.

Wie Hövelmann bei der Ausstellungseröffnung erzählte, habe die Lehrerin ihn eingeladen, den Kunstunterricht zu besuchen und den Abiturientinnen beim Bemalen der Hühner zuzuschauen. Dass diese sorgfältige Arbeit, die er dort beobachtet habe, nicht dokumentiert worden sei, habe er sehr bedauert. Aus diesem Bedauern heraus habe er die Ausstellung in die Wege geleitet.


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