Papenburger knacken 20.000er-Marke So viele Besucher wie nie in Von-Velen-Anlage

Von Hermann-Josef Döbber

Viel vor hat der engere Vorstand des Vereins Papenbörger Hus mit (von links) dem Vorsitzenden Ludger Stukenborg, Hermann Völkering, Gerd Kruse, Manfred Thesing und Hans Vosse. Foto: Hermann-Josef DöbberViel vor hat der engere Vorstand des Vereins Papenbörger Hus mit (von links) dem Vorsitzenden Ludger Stukenborg, Hermann Völkering, Gerd Kruse, Manfred Thesing und Hans Vosse. Foto: Hermann-Josef Döbber

Papenburg. Die Besucherzahlen in der Papenburger Von-Velen-Anlage haben eine neue Rekordmarke erreicht.

„Wir haben die 20.000er Marke geknackt“, sagte Ludger Stukenborg, Vorsitzender des Heimatvereins Papenbörger Hus, der die Anlage betreibt, während der Mitgliederversammlung. „Davon waren rund 16.000 Museumsbesucher, bei den anderen Personen handelte es sich um Festbesucher.“ Es habe 3300 Führungen gegeben, den Von-Velen-Garten nahmen Stukenborg zufolge etwa 15.000 Gäste in Augenschein, darüber hinaus hätten knapp 4000 Besucher eine Bootsfahrt unternommen, während rund 60 Spökenkiekertouren stattfanden. Die neue Saison startet an diesem Wochenende.

Verein ein Unternehmen

„Ich komme nicht darum zu sagen, dass unser Verein zu einem Unternehmen geworden ist“, so Stukenborg weiter. Nach Verhandlungen über Mietentschädigungen zwischen Stadt und Verein sei ein Aufhebungsvertrag hinsichtlich des Abrisses der Ferienhäuser unterzeichnet worden. Die Gebäude hatten im Zuge der Erweiterung für die Historisch-Ökologische Bildungsstätte weichen müssen.

Video zur Johanna-Havarie

Zwecks Wahrung der Gemeinnützigkeit brachte der Vorstand auf Anordnung des Finanzamtes eine veränderte Vereinssatzung auf den Weg. Viel Zeit habe die Vorstandsmannschaft in das Projekt „Nachbau das Papenburger Dreimastschoners „Johanna“ investiert. Dazu gibt es inzwischen ein 13-minütiges Video, das mit Bild und Ton über die Havarie im Jahre 1890 berichtet. „Es lohnt, sich das brandneue Video auf der Homepage des Vereins Papenbörger Hus anzusehen“, betrieb der Vorsitzende entsprechende Werbung. Die Internetseite werde mit viel Herzblut von Bert Rohrbach gepflegt. Zu dem Schoner sei eine Ausstellung als Wanderausstellung in Zusammenarbeit mit der Druckerei der Jugendhilfeeinrichtung Johannesburg, dem Kulturamt der Stadt und weiteren Partnern in Vorbereitung. Stukenborg nannte als Eröffnungstermin den 19. Mai im Rahmen des nächsten Gartenfestes in der Vereinsanlage. Für den geplanten Nachbau des Schiffes seien Fördergelder über das Land Niedersachsen in Aussicht gestellt worden.

Bienenhaus und -weide

In Verbindung mit dem Aufbau eines Bienenhauses und Anlegen einer Bienenweide mit heimischen Blüten stellte der Landwirt Johannes Schnieders ein Grundstück zur Verfügung, bei der Errichtung eines Insektenhotels sei der Hegering Papenburg Kooperationspartner.

Für die Bootsfahrten gibt es dank Unterstützung der Lehrlingswerkstatt der Meyer Werft einen neuen Steg. Mittelfristig ist nach den Worten des Vorsitzenden die Sanierung des Muttschiffes „Angela“ geplant.

Weitergehende Pläne für den Weihnachtsmarkt

Im Oktober habe sich der Verein beim plattdeutschen Nachmittag in der Stadthalle eingebracht. Während das letzte Herbstfest wegen eines Unwetters abgesagt werden musste, sind das Frühlingsfest, das Von-Velen-Fest mit der Papenburg Marketing GmbH und der Weihnachtsmarkt erfolgreich verlaufen. „Diese Veranstaltung kann noch attraktiver werden“, meinte Stukenborg. Er denke an Angebote für Kinder, auch in Kooperation mit Kindergärten und die Nutzung der Straße mit Beschickern. „Hier könnten Stände durch Absperrmaßnahmen aufgebaut werden.“ Auch sei die Öffnung des Papenbörger Hus am Samstagabend angedacht. Der diesjährige Weihnachtsmarkt wurde für den 30. November und 1. Dezember terminiert. Weitere herausragende Ereignisse im Jahresprogramm sind das Gartenfest (19. Mai) und das Von-Velen-Fest (11. August).

Planungen für die nächsten zwei Jahre sehen laut dem Vorsitzenden unter anderem den Bau einer Wagenremise mit Ausstellungsraum, Büro, Lager und Freiraum vor. Auch sind hinter der Moorhöchte die Anlage eines Moorbohlenweges und die Schaffung eines Birkenbruchwaldes als Lehrpfade vorgesehen.

Der fünfköpfige Vorstand wurde nach einstimmigen Wahlen um die Beisitzer Thorsten Lükenga und Henning Mammes erweitert.


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