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17.03.2019, 14:24 Uhr KOMMENTAR

Zum Fastenmarsch im nördlichen Emsland: Rückgrat für Aufrechte

Ein Kommentar von Gerd Schade


Im Februar war Bundesaußenminister Heiko Maas zu Besuch in Burkina Faso. Das Auswärtige Amt vor Reisen in mehrere Regionen des westafrikanischen Landes. Foto: imago stock&peopleIm Februar war Bundesaußenminister Heiko Maas zu Besuch in Burkina Faso. Das Auswärtige Amt vor Reisen in mehrere Regionen des westafrikanischen Landes. Foto: imago stock&people

Papenburg. Der Infoabend der gebürtigen Tunxdorferin Janneke Tiegna über Burkina Faso zum Misereor-Fastenmarsch im nördlichen Emsland bietet eine gute Gelegenheit, den eigenen Blick zu schärfen. Ein Kommentar.

Permanente Terrorgefahr, Armut, Massenflucht und lebensfeindliche Auswirkungen des Klimawandels: Wer sich auch nur oberflächlich mit der Lage im westafrikanischen Burkina Faso auseinandersetzt, dürfte schnell merken, wie vergleichsweise klein die eigenen Sorgen und Nöte des Alltags im wohlstandsgenährten und sicheren nördlichen Emsland doch sind. Zumindest erscheinen sie in einem anderen Licht.

In der täglichen Nachrichtenflut mit Brennpunkten aus aller Welt ist für die Lage in Burkina Faso nur selten Platz. Um so wichtiger, dass Misereor mit dem Fastenmarsch den Fokus auf das westafrikanische Land lenkt, wo nach Einschätzung des Auswärtigen Amtes in vielen Regionen die Gefahr von Terrorismus und Entführungen drohen. Unterdessen breiten sich vor allem im Norden Wüstengebiete aus. Dort hat sich die „Geschwisterliche Vereinigung der Gläubigen“, ein interreligiöser Zusammenschluss von Christen und Muslimen, zur Aufgabe gemacht, die Lebensbedingungen zu verbessern. Das Engagement verdient Respekt und Unterstützung.

Die Teilnehmer des Fastenmarsches im nördlichen Emsland können Rückgrat zeigen und den Menschen im „Land der Aufrechten“ helfen. Denn das bedeuten die beiden Begriffe „Burkina“ und „Faso“.


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