Infoabend zum Fastenmarsch Tunxdorferin berichtet über Leben in Burkina Faso

Von Von Michelle Kramer

Für den Info-Abend über das Leben in Burkina Faso werben (von links) Kevin Lückmann, Jan Leffers, Lena Brinker, Janneke Tiegna, Marlis Albers und Claudia Tieben. Foto: Michelle KramerFür den Info-Abend über das Leben in Burkina Faso werben (von links) Kevin Lückmann, Jan Leffers, Lena Brinker, Janneke Tiegna, Marlis Albers und Claudia Tieben. Foto: Michelle Kramer 

Papenburg. Seit drei Jahren lebt die gebürtige Tunxdorferin Janneke Tiegna in Burkina Faso. Am kommenden Donnerstag, 21. März 2019, berichtet sie über das Leben in dem westafrikanischen Staat, dem in diesem Jahr die Misereor-Fastenmarschaktion gewidmet ist. Der Info-Abend in der Alten Drostei beginnt um 19 Uhr.

Mit dem Fastenmarsch des katholischen Hilfswerkes Misereor am kommenden Sonntag, 24. März, soll das Projekt „Christen und Muslime: Gemeinsam gegen die Wüste in Burkina Faso“ in der Stadt Dori im Norden des Landes unterstützt werden. Wie Lena Brinker, Jugendreferentin des Dekanats Emsland-Nord aus Papenburg, erläutert, richtet sich das Projekt gegen die Bodendegradierung und Wüstenausbreitung sowie die schwierige Sicherheitslage vor Ort.

"Solidarität geht": Etwa 50 Helfer waren im Februar zu einem Organisationstreffen für den Fastenmarsch am Sonnatg, 24. März 2019, gekommen. Foto: Micha Lemme


Janneke Tiegna, studierte Afrikanistin, wird am Informationsabend einen Vortrag mit dem Fokus auf Burkina Faso, die Politik des Landes und das Misereor-Projekt halten. Im Jahr 2016 habe sie sich dazu entschlossen, nach Burkina Faso zu ziehen und für die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit in der Hauptstadt Ougadougou zu arbeiten. Das Land sei für sie wie eine zweite Heimat, sagt Tiegna. Die Emsländerin lebt dort zusammen mit ihrem Mann, einem Einheimischen.


Vor zwei Jahren berichtete Tiegna in einem Gespräch mit unserer Redaktion, wie sie die Lage nach einem Terroranschlag auf ein Café im Zentrum der Hauptstadt erlebt hat. Seitdem habe die Zahl der terroristischen Angriffe drastisch zugenommen, sagt Tiegna. Mittlerweile gebe es fast wöchentlich Vorfälle. Die Statistik zähle seit 2015 mehr als 151 Übergriffe sowie über 308 Tote in Burkina Faso. Daraus folgend, seien bereits mehr als 100 000 Menschen aus der Region geflüchtet.

In der Roten Zone

Die Stadt Dori befindet sich nach ihren Worten in der sogenannten „red zone“ (rote Zone). Aufgrund der äußerst kritischen Sicherheitslage warnt die internationale Tourismusbehörde vor einer Einreise in alle in dieser Zone liegenden Städte. Vor allem für Europäer sei die Einreise gefährlich.

Wie die Umstände also in Burkina Faso seien, wisse hier in Deutschland kaum einer, sagt Tiegna. In den Medien wird nach Meinung der Afrikanistin zu wenig berichtet. „Es passiert zwar was, jedoch lange nicht genug“, so Tiegna. Daher habe sie Misereor kontaktiert, als sie von deren Projekt erfahren hat. Gemeinsam mit Lena Brinker entstand die Idee für den Informationsabend, um auf die Lage in Burkina Faso aufmerksam zu machen und zu vermitteln, wie wichtig es sei, an dem Fastenmarsch teilzunehmen und das Projekt zu unterstützen.

Zusammenarbeit mit Jugendbüro und Mali-Gruppe

Bei der Umsetzung der Idee ist ebenfalls die Zusammenarbeit mit dem katholischen Jugendbüro sowie der Mali-Partnerschaft in Aschendorf entstanden. Mali ist eines der angrenzenden Länder von Burkina Faso und sei von der Situation ähnlich, erklärt Tiegna. Sie selbst arbeite schon seit längerer Zeit mit der Mali-Gruppe zusammen.

Interessierte können den Informationsabend ohne Anmeldung besuchen. Im Anschluss an den Vortrag soll den Besuchern die Möglichkeit gegeben werden, mit den Veranstaltern ins Gespräch zu kommen.


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