Vertreter der VEL und Landwirtschaftskammer informieren Aktuelle Agrarthemen in Walchum diskutiert

Von Petra Glandorf

Über Neuerungen informierten Katharina Dröge und Robert Borchers (Vierter von links) die Landwirte und den Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsvereins Walchum. Foto. GlandorfÜber Neuerungen informierten Katharina Dröge und Robert Borchers (Vierter von links) die Landwirte und den Vorstand des landwirtschaftlichen Ortsvereins Walchum. Foto. Glandorf

Walchum Katharina Dröge von der Vereinigung des Emsländischen Landvolkes (VEL), landwirtschaftlicher Kreisverein Aschendorf-Hümmling, und Robert Borchers von der Landwirtschaftskammer Emsland, haben auf Einladung der landwirtschaftlichen Ortsvereine Walchum und Hasselbrock über aktuelle Themen der Agrarpolitik sowie über soziale Aspekte in der Landwirtschaft informiert.

Dröge arbeitet seit Februar 2018 bei der VEL. Zum Aufgabenbereich der 23-Jährigen, die sich während der Veranstaltung vorstellte, gehört die Rentenberatung, die Beratung bezüglich Versicherung und Leistung der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forst und Gartenbau, das Zusammenspiel der landwirtschaftlichen Alterskasse mit der Deutschen Rentenversicherung, die Bearbeitung von Prämienanträgen für die Agrarförderung sowie die Vermittlung von Zahlungsansprüchen.

Über aktuelle Themen der Agrarpolitik referierte indes Borchers. In seinem Vortrag stellte er zunächst die Mitarbeiter des Außenbereiches Aschendorf vor, bevor ein Rückblick auf das Jahr 2018 erfolgte. Dies werde nach seinen Worten durch die Dürre sowie Einbußen bei Kartoffeln Futterbau in Erinnerung bleiben. Betroffene Betriebe nahmen diesbezüglich das Hilfsprogramm der Region Aschendorf-Hümmling in Anspruch.

Borchers zeigte sich erfreut über die gute Zusammenarbeit des Grünen Zentrums in Aschendorf, dem Zusammenschluss von der Kreisstelle des Landvolks, Buchstelle, Beratungsringen und Landwirtskammer, die für die Bearbeitung der Anträge zur Sicherung der Betriebe zuständig ist.

Darüber hinaus berichtete Borchers über Neuerungen im Düngerecht sowie über das Antragsverfahren der Direktzahlungen in 2019. Die Verschärfungen im Düngerecht seitens der Bundesregierung sollen nach seinen Worten zur Umsetzung der Nitratrichtlinie sowie zur Verhinderung einer Strafzahlung an die Europäische Union (EU) führen. Für Landwirte, die in Gebieten mit einer nachgewiesenen Nitratbelastung im Grundwasser leben, bedeute dies eine zu erwartende Einschränkung in der Düngung. Aktuellen Karten zufolge könnte das Emsland westlich der Ems nicht zu den betroffenen Bereichen zählen.

Das Verfahren zur Antragstellung für die Flächenprämie beginnt in diesem Jahr am 15. März und endet am 15. Mai. Eine wesentliche Änderung ist die Online-Bearbeitung des Antrags, die eine schnelle Internetverbindung voraussetzt. Dieses stelle die Landwirte vor eine Herausforderung und zeige, dass eine schnelle Internetanbindung in ländlichen Regionen von hoher Wichtigkeit sei.

Eine weitere Neuerung ist Borchers zufolge die Anlegung von Bejagungsschneisen oder Biodiversitätsstreifen an alle Kulturen. So könne in den Randbereichen neben den Hauptkulturen eine Begrünung oder Blühmischung ausgesät werden. Diese Möglichkeit soll ohne einen hohen Verwaltungsaufwand Insekten zugutekommen. Von einem Bürokratieabbau könne aufgrund der hohen bürokratischen Anforderungen an den Betriebsleiter jedoch noch nicht gesprochen werden.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN