Umfassende Veränderungen ab 2020 Infos zur Reform der Pflegeausbildung in Papenburg

Expertise zur Pflegeausbildung: Kathrin Hirchert (Mitte, mit Blumen) informierte über die anstehende Reform, Schulleiter Jürgen Kothe (rechts) hatte eingeladen.Foto: BerufsfachschuleExpertise zur Pflegeausbildung: Kathrin Hirchert (Mitte, mit Blumen) informierte über die anstehende Reform, Schulleiter Jürgen Kothe (rechts) hatte eingeladen.Foto: Berufsfachschule

Papenburg Die reformierte Pflegeausbildung startet ab 2020 auch im Schulstandort Papenburg. Eine Info-Veranstaltung zum Pflegeberufegesetz in der Berufsfachschule für Altenpflege der Stiftung Marien-Hospital klärte über die anstehenden Veränderungen auf.

Durch das neue Gesetz wird die Pflegeausbildung umfassend reformiert und an veränderte Herausforderungen angepasst, heißt es in einer Pressemitteilung der Berufsfachschule. Ab 2020 gilt die Berufsbezeichnung „Pflegefachfrau/-mann“ für die dreijährige Pflegeausbildung. Alle bis dahin erworbenen Berufsausbildungen in den Bereichen der Alten-, Gesundheits-, Kranken- und Kinderkrankenpflege behalten ihre staatlich anerkannten Bezeichnungen. „Mit dieser Pflegereform setzen der Bundestag und der Bundesrat auf eine Qualitätsoffensive in der Pflege. Die bisherigen Berufe werden in einer neuen Ausbildung zusammengeführt“, so Jürgen Kothe, Schulleiter der Berufsfachschule.

Bereits zum zweiten Mal konnte Kathrin Hirchert vom Bundesamt für zivilgesellschaftliche Aufgaben aus Hannover in die Berufsfachschule eingeladen werden, um über die neue Ausbildung zu informieren. Zusammen mit ihren Mitarbeiterinnen berät Hirchert Pflegeeinrichtungen und Altenpflegeschulen zu bundes- und landesrechtlichen Fragen.

Während der Veranstaltung in der Berufsfachschule ging es um die Strukturen der neuen Pflegeausbildung und deren Finanzierung. Als klarer Vorteil der Reform wurde die Abschaffung des Schulgeldes benannt. Die Finanzierung der Ausbildung erfolgt zukünftig über Ausgleichsfonds, die in den Bundesländern einzurichten sind. In diese Fonds zahlen alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen ein. Die Länder sowie die soziale und private Pflegeversicherung beteiligen sich in geringerem Umfang.


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