"Generationswechsel vollziehen" Aschendorfer hört als Ortsbürgermeister vorzeitig auf

Im Herbst 2016 war Friedhelm Führs erneut zum Aschendorfer Ortsbürgermeister gewählt worden. Nun hört er wie angekündigt vorzeitig auf. Das Foto zeigt Führs mit den stellvertretenden Ortsbürgermeisterinnen Marion Terhalle (FDP, links) und Petra Behnes (CDU). Foto: Stadt PapenburgIm Herbst 2016 war Friedhelm Führs erneut zum Aschendorfer Ortsbürgermeister gewählt worden. Nun hört er wie angekündigt vorzeitig auf. Das Foto zeigt Führs mit den stellvertretenden Ortsbürgermeisterinnen Marion Terhalle (FDP, links) und Petra Behnes (CDU). Foto: Stadt Papenburg

Aschendorf. Friedhelm Führs (CDU) stellt sein Amt als Aschendorfer Ortsbürgermeister zur Verfügung. Bereits in der nächsten Ortsratssitzung am kommenden Donnerstag, 21. März (ab 18 Uhr in der Amandusschule), steht die Wahl eines Nachfolgers oder einer Nachfolgerin auf der Tagesordnung. Zuvor wird Führs eine persönliche Erklärung abgeben.

Im Gespräch mit unserer Redaktion verhehlt der 65-Jährige nicht, dass bei seinem Schritt auch gesundheitliche Gründe eine Rolle spielen. Sie seien aber nicht hauptausschlaggebend. Vielmehr habe er nach der Kommunalwahl 2016 angekündigt, das Amt nicht mehr für die gesamte Dauer der Legislaturperiode ausüben zu wollen. In der Tat hatte Führs seinerzeit angeregt, einen Generationswechsel einzuleiten. Zu stellvertretenden Ortsbürgermeisterinnen waren im Herbst 2016 Marion Terhalle (FDP) und Petra Behnes (CDU) gewählt worden.

Mandate und Stadtratsvorsitz bleiben

„Nun ist es an der Zeit, den Generationswechsel zu vollziehen“, sagt Führs. Sein Ortsratsmandat wird der Aschendorfer aber ebenso behalten wie das im Papenburger Stadtrat. Dort bleibt er zudem Ratsvorsitzender, wie er auf Nachfrage betont.

Der Ortsrat steht hingegen vor einer Zäsur. Führs ist nach eigenen Angaben seit 1991 ununterbrochen kommunalpolitisch aktiv. Im Amt des Ortsbürgermeisters hat er sich mehrfach mit Hans-Michael Goldmann (FDP) abgewechselt – je nach politischer Mehrheitslage. Die Erfahrung beider, auch Goldmann ist dort weiter vertreten, solle dem Ortsrat erhalten bleiben, meint Führs. Darüber hinaus müsse es aber weiter darum gehen, auch jüngere Leute für die kommunalpolitische Arbeit in Aschendorf zu gewinnen, betont der scheidende Ortsbürgermeister.

Schützen möchten Zuschuss

Außer der Wahl zu seinem Nachfolger beziehungsweise seiner Nachfolgerin sowie der Stellvertreter stehen Beratungen über den Haushalt auf der Tagesordnung, den der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag, 28. März (ab 17 Uhr im Rathaus), abschließend beraten und verabschieden soll. Darüber hinaus stehen Beschlüsse zum Sanierungsprojekt „Aschendorf Zentrum“ und ein Antrag des Schützenvereins Aschendorf sowie des Schießvereins Bokeler Straße auf dem Plan. Die Vereine möchten einen 15 000-Euro-Zuschuss zum Ankauf eines elektronischen Treffersystems. Die Gesamtkosten für das System sind mit gut 38 000 Euro veranschlagt.

Neun Anträge aus drei Fraktionen

Ebenfalls auf der Tagesordnung gelandet sind insgesamt neun Anträge aus den Fraktionen von SPD, FDP und Grünen. Während Letztere das Anlegen von Blühstreifen im Außenbereich des Ortes fordern, geht es den Sozialdemokraten unter anderem um die Schaffung von Wildblumenwiesen, das Pflanzen eines Baumes am „Weißen Bild“ sowie eine Fahrbahnverbreiterung im Zuge der Straße „Pöhle“. Die FDP verlangt derweil „kurzfristige Lösungsmöglichkeiten“ zur Sanierung der Rad- und Gehwege entlang der Emdener Straße und fordert eine Einbindung der Ortsteile in die Blumenschau. Die Stadt hatte angekündigt, die Ortsteile aus Kostengründen nur „auf Sparflamme“ miteinbeziehen zu können.


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