42 Jahre im Dienst gewesen Papenburger Udo Pooth zum Ehrenbrandmeister ernannt

Von Hermann-Josef Tangen


Papenburg. Mit stehendem Applaus haben die Feuerwehrkameraden Ortsbrandmeister Udo Pooth in den Ruhestand verabschiedet. Der 63-Jährige hatte der Obenender Ortsfeuerwehr 15 Jahre vorgestanden.

In einer Feierstunde wartete Stadtbrandmeister Josef Pieper mit beeindruckenden Zahlen auf. 15.330 Tage oder 367.920 Stunden sei Udo Pooth aktiver Feuerwehrmann gewesen. In den 42 Jahren seines Wirkens habe er sich stets mit vollem Einsatz und Hingabe für die Ortsfeuerwehr, die Belange der Stadtfeuerwehr und die Bürger der Stadt eingesetzt.

In einem ausführlichen Rückblick skizzierte Pieper die Stationen Pooths, der 1977 in die Feuerwehr eintrat, sich über zahlreiche Lehrgänge weiterbildete und 2009 zum Hauptbrandmeister befördert wurde. 2004 trat er die Nachfolge von Anton Lüken als Ortsbrandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister an.

Ein halbes Menschenleben für die Feuerwehr

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft dankte dem scheidenden Ortsbrandmeister für seinen, so wörtlich, ein halbes Menschenleben umfassenden Einsatz sowie dessen Ehefrau Gerlinde, die ihm für seinen gefährlichen und aufopferungsvollen Dienst am Nächsten stets den Rücken freigehalten habe. Hinter den mehr als vier Jahrzehnten verbergen sich Blut, Schweiß und Tränen und Ereignisse, die ihn und seine Kameraden häufig an physische und psychische Belastungsgrenzen und bisweilen sogar darüber hinaus geführt hätten, so Bechtluft.

Mit den Worten „Ich bin stolz, einen solchen Menschen auszeichnen zu dürfen“ überreichte Bechtluft die Ernennungsurkunde zum Ehrenbrandmeister der Stadt Papenburg an Pooth. Die Besonderheit dieser Auszeichnung lasse sich Bechtluft zufolge daran ablesen, dass sich bislang nur zwölf Personen aus Papenburg und Aschendorf mit diesem Titel schmücken dürfen.

Ernennungsurkunde zum Ortsbrandmeister überreicht

Neuer Ortsbrandmeister und stellvertretender Stadtbrandmeister für den Löschbezirk Obenende ist Thorsten Bröring, der im Rahmen der Abschiedsfeier seine Ernennungsurkunde entgegennahm. In seiner Dankesrede wies Bröring auf die neuen Herausforderungen hin, denen er und seine Kameraden sich stellen müssten, um die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr dauerhaft erhalten zu können.

Der technische Fortschritt geht Bröring zufolge auch mit vielen Gefahren einher, beispielsweise in der Entwicklung neuer Materialien und in der Elektromobilität. Darüber hinaus gelte es, dem demografischen Wandel wirkungsvoll zu begegnen. „Wir brennen für die Feuerwehr“, so Bröring, der zusammen mit seinem Stellvertreter Stefan Sürken und den 55 aktiven Kameraden die Zukunft der Ortsfeuerwehr gestalten will.

Neue Ausbildungsserie

Dankesworte für den ausgeschiedenen Ortsbrandmeister und einen Vertrauensvorschuss an dessen Nachfolger brachten die geladenen Gäste zum Ausdruck. Kreisbrandmeister Holger Dykhoff wies auf eine neue Ausbildungsserie für den Kreis hin, die bei der Obenender Ortsfeuerwehr starten wird.


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