Benefiz-Aktion zur Blumenschau 2019 So läuft das Papenburger Projekt „Bienen auf Beton“

Für das Projekt „Bienen auf Beton“ werben Heinrich Hövelmann (links) und seine Mitstreiter.  Foto: Heiner ButkeFür das Projekt „Bienen auf Beton“ werben Heinrich Hövelmann (links) und seine Mitstreiter. Foto: Heiner Butke

Papenburg. In Papenburg ist das Projekt „Bienen auf Beton“ gestartet. Dazu wird auf dem derzeit noch brach liegenden Grundstück zwischen Elektro Rüther und Lederwaren Hunfeld zur Blumenschau ein Lupinenfeld gesät. Initiator des Projektes ist Ehrenbürgermeister Heinrich Hövelmann.

Auf dem Grundstück soll Hövelmanns zufolge voraussichtlich im Herbst ein Wohn- und Geschäftshaus errichtet werden. Bis zum Baubeginn habe der Investor das Areal jedoch für das Projekt zur Verfügung gestellt. Auf einem Nachbargrundstück sollen Bienenstöcke aufgestellt werden. 

Projekt aus zwei Teilen

Das Vorhaben besteht allerdings aus zwei Teilen. „Denn Bienen und Insekten sollen in der ganzen Stadt Nahrung finden“, sagt Hövelmann. Deshalb würden Blühkästen als Insekten- und Bienenweide bepflanzt.

Der Trend zu Steingärten

Inzwischen seien die ersten Exemplare gestiftet, gestaltet und bepflanzt worden. Wie Hövelmann weiter erläutert, werden die blühenden Kästen Grundstückseigentümern, Firmen mit großen Park- und Dachflächen, öffentlichen Einrichtungen sowie der Stadt angeboten. Auch in Papenburg würde durch positiv zu bewertende Bautätigkeit und Gewerbeentwicklung die Versiegelung von Flächen zunehmen. Verstärkt werde dies durch den Trend zu Steingärten vor Privathäusern.

Kästen werden geliefert

Der Initiator verspricht, die Kästen ab Mitte Mai auszuliefern und sie „beim ersten Frost“ wieder abzuholen. Auf Wunsch könnten die Kästen auch mit mehrjährigen Pflanzen bestückt werden.

Für Hilfsprojekt in Uganda

Das Projekt soll nicht nur über die Blumenschau hinaus wirken und dem anhaltenden Artenschwund bei Insekten und Vögeln entgegenwirken, sondern auch einen Beitrag zur Finanzierung eines Hilfsprojektes in Uganda leisten. Die Miete pro Kasten taxiert Hövelmann auf 50 Euro. Sie könne auch in Form einer Spende geleistet werden. Vor allem biete sich die Aktion nach Auffassung der Organisatoren auch als Nachbarschaftsprojekt in Neubaugebieten sowie bei Miet- und Eigentumsobjekten an.

Ein Hof für Kleinfarmerinnen

Der Erlös kommt einem Farmprojekt in Uganda zugute, das die von Hövelmann aufgebaute Stiftung „Klima schützen, damit Kinder leben können“ ins Leben gerufen hat. „Wir bauen dort eine Farm mit Hühnerhof auf und bieten alleinstehenden Kleinfarmerinnen Beschäftigung mit Kinderbetreuung, einen Garten und Zugang zu sauberem Trinkwasser an“, erklärt der Ehrenbürgermeister.

Vier Monate Blumenschau

Die Blumenschau läuft von Anfang Juni bis Ende September vornehmlich am Hauptkanal. Für knapp drei Wochen (17. Juli bis 15. August) werden zudem 15 Themengärten im Stadtpark aufgebaut. Der Eintritt ist frei.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN