„Hohes Niveau gehalten“ Das steckt im neuen Halbjahresprogramm der Papenburger HÖB

Von Michael Sterk

Das Halbjahresprogramm der HÖB präsentierten (von links) Dorothee Meyer, Kerstin Haucke, Corinna Rieken, Stefanie Book, Heike Hügle, Herbert Haupt, Ursula Mersmann und Thomas Südbeck vor. Foto: Michael SterkDas Halbjahresprogramm der HÖB präsentierten (von links) Dorothee Meyer, Kerstin Haucke, Corinna Rieken, Stefanie Book, Heike Hügle, Herbert Haupt, Ursula Mersmann und Thomas Südbeck vor. Foto: Michael Sterk

stmi Papenburg. Mehr als 35.000 Teilnehmertage hat das Historisch-Ökologische Bildungszentrum (HÖB) in Papenburg im vergangenen Jahr registriert. Das hat HÖB-Leiter Thomas Südbeck bei der Vorstellung des neuen Halbjahresprogramms jetzt mitgeteilt.

„2018 war ein gutes Jahr“, sagte Südbeck. „Wir haben uns auf diesem hohen Niveau stabilisiert.“ Diese hohen Zahlen seien nur dadurch möglich, dass sich Teilnehmer in der HÖB „wie Zuhause fühlen“. Außerdem decke die Bandbreite an innovativen Projekten viele Interessengebiete ab. Im Hinblick auf das neue Programm wurden exemplarisch einzelne Veranstaltungen aus verschiedenen Fachbereichen präsentiert.

Inklusion, was nun?

Aus dem Bereich „Bildung und Erziehung“ stellte Kerstin Haucke die Lehrerfortbildung „Wirtschaft vor der Haustür erkunden“ vor. Hier würden Wirtschaftslehrern in einem Betrieb praxisnahe Kenntnisse vermittelt, die sich auf den Unterricht übertragen lassen. Der Kurs „Inklusion, was nun?“ solle Lehrkräften die Kompetenz vermitteln, mit Unterrichtsstörungen, Aggressionen und Gewalt umzugehen.

Jugendliche auf ihrem Weg in das Berufsleben zu unterstützen, sei das Ziel des Seminars „Fit für die Ausbildung – stark für’s Leben“ aus dem Bereich „Junge Erwachsene“, das Dorothee Meyer vorstellte. In diesem Kurs lernen Berufsschüler und Auszubildende, wo ihre Stärken liegen und wie sie diese am besten nutzen können. Außerdem wird darüber diskutiert, wie die Teilnehmer am besten ihre Interessen verfolgen können und wie sie „gute Arbeit“ definieren.

Helden der Kindheit

„Wer ist mein Held? Und warum?“ Dies seien Fragen, die laut Corinna Rieken im Kurs „Vier Tage für uns – Helden meiner Kindheit“ geklärt werden. Im Kern gehe es darum, Abenteuer zu erleben. Dazu zählen Film- und Leseabende, Lagerfeuer mit Stockbrot und eine Floßfahrt. Die Helden der einzelnen Personen müssen im Vorfeld angegeben werden, um den Kurs individuell an die Teilnehmer anpassen zu können.

Heike Hügle stellte den Kurs zum Wiedereinstieg von Frauen in das Berufsleben vor. In diesem elfmonatigen Lehrgang werden den Teilnehmern nach ihren Worten zunächst Schlüsselkompetenzen für das Berufsleben vermittelt. Später folgt ein Betriebspraktikum, um den Frauen wieder ein Gefühl für den Arbeitsrhythmus zu geben. Am Ende soll eine Basis von 20 Arbeitsstunden pro Woche mit einem Betriebspaten etabliert sein. Der Kurs richtet sich speziell an Frauen, die nach der Familienphase wieder werktätig werden möchten.

Im Sprachkurs „Sprachcafé“ können Frauen mit Fluchterfahrungen laut Stefanie Book über die Themen Einkaufen, Schule, Kindergarten und Berufe ein besseres Verständnis der deutschen Sprache erlangen. Für Mütter mit Migrationshintergrund, die wieder in das Berufsleben einsteigen wollen, wird außerdem der Kurs „Stark im Beruf – Stark für die Region“ angeboten.

Weitere Infos und Kontakt: Telefon 0496197880, info@hoeb.de; www.hoeb.de


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