Inklusives Turnier Aschendorf: Wanderpokal geht an Kickers von SC Blau-Weiß 94

Freuten sich über die lebhaften Spielverläufe: Die Blau Weiß Kickers und eine Mannschaft mit den Organisatoren vom St.-Lukas-Heim beim vierten Hallen-Fußballturnier in Aschendorf. Den Schal halten die Indus-Projektkoordinatorin Anna Sievers und der Indus-Projektverantwortliche von Blau Weiß Hartmut Strehlau. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-HeimFreuten sich über die lebhaften Spielverläufe: Die Blau Weiß Kickers und eine Mannschaft mit den Organisatoren vom St.-Lukas-Heim beim vierten Hallen-Fußballturnier in Aschendorf. Den Schal halten die Indus-Projektkoordinatorin Anna Sievers und der Indus-Projektverantwortliche von Blau Weiß Hartmut Strehlau. Foto: Jürgen Eden/St. Lukas-Heim

Aschendorf. Am Hallen-Fußballturnier in Aschendorf haben auf Einladung von Blau-Weiß Papenburg auch Mannschaften von Werder Bremen und dem VfL Oldenburg teilgenommen. Einer der beiden begehrten Wanderpokale bei dem vierten inklusiven Turnier ging an den Nachwuchs vom SC Blau-Weiß 94.

Zehn Vereine kämpften mit ihren inklusiven Mannschaften in der Aschendorfer Großraum-Sporthalle der Heinrich-Middendorf-Schule um den Ballbesitz. „Die Partien werden immer spannender, die Spieler ausgefeilter und es gibt immer mehr Zuschauer“, wird Hartmut Strehlau, Inklusionsbeauftragter im Vorstand von Blau Weiß 94, in einer Pressemitteilung zitiert. Angetreten sind die Gäste SV Meppen, TuS Haren; VfL Edewecht (mit zwei Teams), Team Oldenburg (aus zwei Einrichtungen), SV Meppen, Lukas-Heim/HEP-Schule, SV Werder Bremen und BW Kickers 1 und 2. Die inklusiven Fußballturniere gaben Menschen mit und ohne Beeinträchtigung die Möglichkeit unter realen Wettbewerbsbedingungen miteinander Fußball zu spielen. Um große Leistungsunterschiede zu kompensieren, wurden zwei Gruppen eingerichtet. Somit konnten in jeder Gruppe ähnliche Voraussetzungen geschaffen werden. Erstmals wurde pro Gruppe ein Wanderpokal ausgespielt. Sieger in der Leistungsgruppe eins (U 15+-) war der TSV Achim gefolgt von den BW Kickers 1 aus Papenburg. Dritter wurde das Team des SV Meppen. In der Leistungsgruppe zwei (Ü 18) siegte das Team der „Lukas-Heim/HEPs“. Dieses Team lieferte sich mit dem Team des VfL Edewecht ein wahres Kopf-an-Kopf-Rennen. Das Team Oldenburg hat sich mit einem dritten Platz in der Tabelle sichern können. In der Turnierpause spielten zwei „Allstar Teams“ gegeneinander. Jede Mannschaft stellte zwei ihrer Spieler ab, um daraus Mix-Mannschaften zu bilden. Kleine spielten mit großen, ob mit oder ohne Beeinträchtigung.

Eine Medaille für jeden Teilnehmer

„Das ist eine tolle Sache, denn die Fairness stand im Mittelpunkt. Wir waren von Anfang an dabei und sehen nun auch, wie sich viele Spieler weiterentwickeln“, freute sich Heinz-Bernhard Mäsker, Geschäftsführer des St. Lukas-Heims aus Papenburg. Er machte deutlich, dass nicht der sportliche Erfolg, sondern das Miteinander und die gemeinsame Freude am Spiel bei diesen Begegnungen im Mittelpunkt stehen. „Heute hat die Inklusion gesiegt und das große Interesse der auswärtigen Vereine verdeutlicht, dass wir hier mit dem Sportverein Blau Weiß und dem Projekt Indus ein Leuchtturmprojekt geschaffen haben“, so Mäsker weiter. Indus steht für „Inklusion durch Sport“ und ist ein Projekt des emsländischen Kreissportbundes.

Die Begrüßung hat, wie auch im Vorjahr, der Bürgermeister Jan Peter Bechtluft vorgenommen. Der Verwaltungschef war erfreut, dass das Turnier bereits zum vierten Male stattfand und lobte die Veranstaltung als gute Inklusionsarbeit der Trainer und Betreuer. Die Siegerehrung nahmen Anna Sievers von der Projektgruppe Indus Emsland und Mäsker vor. Jedem Teilnehmer wurde eine Medaille ausgehändigt. Neben dem Wanderpokal konnten die Siegermannschaften einen Spielball in Empfang nehmen. Nach dem Turnier gab Strehlau bereits den Termin für das kommende Jahr bekannt, an dem mit der fünften Auflage am 8. Februar 2020 auch ein kleines Jubiläum gefeiert wird.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN