Ist es die vermisste 78-Jährige? Frauenleiche im Nordhafen in Papenburg entdeckt

Im Bereich der sogenannten "Soda-Brücke" im Zuge der Straße "Zur Seeschleuse" im Nordhafen in Papenburg ist am Freitagnachmittag eine Frauenleiche gefunden worden. Foto: Daniel Gonzalez-TepperIm Bereich der sogenannten "Soda-Brücke" im Zuge der Straße "Zur Seeschleuse" im Nordhafen in Papenburg ist am Freitagnachmittag eine Frauenleiche gefunden worden. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Papenburg. Polizei und Feuerwehr haben am frühen Freitagnachmittag im Bereich der Straße "Zur Seeschleuse" im Nordhafen in Papenburg eine Frauenleiche geborgen. Es dürfte sich aller Voraussicht nach um die 78-Jährige aus Völlen handeln, die seit Neujahr vermisst wurde.

Letzte Gewissheit könne allerdings erst eine Obduktion ergeben, die zu Wochenbeginn durchgeführt werde, sagte ein Sprecher der Polizei Papenburg am späten Freitagnachmittag auf Anfrage. Die Staatsanwaltschaft Osnabrück hat die Leiche beschlagnahmt und die Obduktion angeordnet.

Der Hafenkapitän der Stadt Papenburg hatte gegen 14.30 Uhr die Leiche bei einer Kontrollfahrt über den Sielkanal im Bereich der Brücke im Zuge der Straße "Zur Seeschleuse" entdeckt. Die Brücke zwischen dem Unternehmen Nyblad und dem Biomassekraftwerk wird auch "Soda-Brücke" genannt. "Die Leiche schwamm auf dem Wasser, wir haben sie dann mit Unterstützung des Bootes des Hafenkapitäns ans Ufer gebracht", sagte Stadtbrandmeister Josef Pieper auf Anfrage. 

Notarzt kann Todesursache zunächst nicht klären

Ein herbeigerufener Notarzt stellte den Tod der Person fest und nahm eine erste Untersuchung vor. "Eine Todesursache konnte er zunächst nicht ermitteln, sodass die Obduktion eine zwingende Folge ist", erklärte der Polizeisprecher. Ausweispapiere konnten bei der Leiche nicht gefunden werden, sagte er.

Im Bereich der sogenannten "Soda-Brücke" im Zuge der Straße Zur Seeschleuse im Nordhafen in Papenburg ist am Freitagnachmittag eine Frauenleiche gefunden worden. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper

Vieles deute jedoch auf die Seniorin hin, die am Neujahrstag von der Völlener Dorfstraße aus, die nur wenige Hundert Meter von der Brücke entfernt in die Straße Zur Seeschleuse mündet, zu einem Spaziergang aufgebrochen und nicht wieder zurückgekehrt war. Sofort nach Bekanntwerden ihrer Abwesenheit leitete die Polizei eine großangelegte Suchaktion ein. Unter anderem kamen ein Polizeihubschrauber, ein Spürhund sowie mehrerer Streifenwagen zum Einsatz. 

Mit Sonarboot nach der Vermissten gesucht

Am Montag, 7. Januar, suchte dann die Wasserschutzpolizei mit einem Sonarboot und einer Taucherstaffel im Sielkanal nach der Frau, und zwar im Bereich der Firma Nyblad und der Firma HRP Holzrecycling auf der anderen Seite der Brücke. Die Suche wurde damals ergebnislos abgebrochen. Weil die Frau Diabetikerin und auf lebenswichtige Medikamente angewiesen war, schwanden von Tag zu Tag die Hoffnungen, dass die Vermisste noch lebend gefunden wird.

Die Feuerwehr Untenende war am Freitagnachmittag mit etwa 20 Kräften am Einsatzort, teilte Stadtbrandmeister Pieper mit.

Im Bereich der Firma Nyblad (rechts) und der Brücke hatte die Wasserschutzpolizei im Januar nach der Vermissten gesucht. Foto: Daniel Gonzalez-Tepper



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