Einweihung erst in 2020 Walcker-Orgel kommt später nach Papenburg

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Den Arbeitskreis „Konzertort St. Antonius“ bilden (v. l.) Hermann-Josef Hoormann, Bernd Tegeder, Winfried Dahlke, Bernhard Kassen, Heinz-Günter Nee, Ralf Stiewe, Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer und Ansgar Ahlers. Foto: Klaus DieckmannDen Arbeitskreis „Konzertort St. Antonius“ bilden (v. l.) Hermann-Josef Hoormann, Bernd Tegeder, Winfried Dahlke, Bernhard Kassen, Heinz-Günter Nee, Ralf Stiewe, Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer und Ansgar Ahlers. Foto: Klaus Dieckmann

Papenburg. Der Aufbau der Walcker-Orgel in der Papenburger St.-Antonius-Kirche verzögert sich. Die Verantwortlichen planen dafür jetzt mit Mitte 2020. Unterdessen hat Pfarrei St. Antonius einen Arbeitskreis zur Entwicklung eines Konzertprogramms für die Walcker-Orgel gegründet.

Der Termin für die Einweihung der Walcker-Orgel, der ursprünglich für den 15. Dezember dieses Jahres geplant war, hat sich um gut ein halbes Jahr verschoben. Der neue Einweihungstermin wird nach Darstellung von Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer voraussichtlich Anfang der zweiten Jahreshälfte 2020 liegen. Einen näheren Zeitplan von Orgelbauer und Architekt erwarte die Pfarrei im Laufe dieses Monats.

Den Konzertort St.-Antonius-Kirche“ etablieren

Dem Arbeitskreis zur Entwicklung eines Konzertprogramms gehören Vertreter von Pfarrei und Stadt sowie haupt- und ehrenamtliche Organisten an. Zielsetzung sei es, eine Perspektive für die „Etablierung des Konzertortes St.-Antonius-Kirche zu entwerfen“, sagte Pfarrer Franz Bernhard Lanvermeyer eingangs der Tagung im Niels-Stensen-Haus. An Fragestellungen fächerte er unter anderem auf, wie viele Konzerte es pro Jahr geben solle, wie ein regelmäßiges Konzertangebot gestaltet werden könne und welche Formate es beinhalten solle.

Im Rahmen einer ersten Ideensammlung sah sich der Arbeitskreis „Konzertort St. Antonius“ darin einig, ab dem Jahr 2021 möglichst einmal monatlich ein Konzert zu veranstalten. Das Angebot könne von regionalen Musikern sowie auch von international renommierten Organisten gleichermaßen gestaltet werden. Eingebunden werden sollten ebenfalls interessierte Chöre aus der Region und darüber hinaus.

Breites Spektrum an Stilrichtungen soll gespielt werden

Bezüglich der Formate zeigte sich die Runde offen für unterschiedliche Varianten. Neben reinen Orgelkonzerten solle auch die Verbindung von Orgel und Schlagzeug beziehungsweise Saxophon gesucht werden. Mit Blick auf die Stilrichtungen wurde ein breites Spektrum befürwortet, das klassische Kompositionen, zeitgenössische Orgelmusik und Sakropop umfassen könne. An Sonderveranstaltungen wurde unter anderem vorgeschlagen, einen Stummfilm mit Orgelmusik zu untermalen sowie einen Orgelwettbewerb durchzuführen.

Pfarrer Lanvermeyer zeigte sich erfreut über die Vielzahl an kreativen Vorschlägen. Neben ihm gehören dem Arbeitskreis Ansgar Ahlers, Kulturreferent der Stadt Papenburg, Winfried Dahlke, Direktor des Organeums in Weener, Bernd Tegeder und Bernhard Kassen von der Kirchengemeinde, Regionalkantor Ralf Stiewe sowie die ehrenamtlichen Organisten Hermann-Josef Hoormann und Heinz-Günter Nee an.

Abschiedskonzert für altes Kircheninstrument

Fest ins Auge gefasst wurde derweil ein Abschiedskonzert für das alte Kircheninstrument in St. Antonius. Die Brandt/Speith-Orgel (Baujahr 1957), die aus Hamburg kommend im September 1974 an ihrem neuen Platz in Papenburg eingeweiht worden war, soll am Weißen Sonntag, 28. April 2019, ein letztes Mal in der St.-Antonius-Kirche erklingen. In den folgenden Tagen wird der Ausbau des Instruments anlaufen.

Walcker-Orgel für symbolischen Preis gekauft

Der Stadtrat Gelsenkirchen hatte im Mai 2017 beschlossen, die Walcker-Orgel für einen symbolischen Kaufpreis von einem Euro der Pfarrei St. Antonius zu überlassen. Das einzigartige Instrument mit seinem sinfonischen Klang (Baujahr 1927) wurde bis Anfang dieses Jahrhunderts im Hans-Sachs-Haus der Stadt im Ruhrgebiet bespielt. Nach einer umfassenden Restaurierung auf Grundlage der Originalpläne lagerte die Stadt Gelsenkirchen die monumentale Orgel im Jahr 2007 bei einem Orgelbauer in Kevelaer ein.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN