Millionenmarke verpasst Umschlag im Papenburger Hafen sinkt

Gerd Schade und pm

Meine Nachrichten

Um das Thema Papenburg Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Weniger Hafenumschlag auch durch Seeschiffe gab es 2018 in Papenburg. Foto: Christoph Assies/ArchivWeniger Hafenumschlag auch durch Seeschiffe gab es 2018 in Papenburg. Foto: Christoph Assies/Archiv

Papenburg. Der Papenburger Hafen hat die Millionenmarke bei den Umschlagzahlen 2018 verpasst. Mit dem Gesamtergebnis ist Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) aber trotzdem zufrieden. Die Arbeiten für den Neubau der Seeschleuse sollen im August beginnen. Das bedeutet Sperrzeiten und damit einhergehend voraussichtlich auch Umschlageinbußen.

Wie die Stadt Papenburg am Donnerstagnachmittag mitteilte, ist der gesamte Hafenumschlag im vergangenen Jahr auf genau 967.805 Tonnen gesunken. Das ist ein Minus von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2017. Damals waren der Mitteilung aus dem Rathaus zufolge exakt 1.024.531 Millionen Tonnen umgeschlagen worden. 

(Weiterlesen: So fällt die Umschlagbilanz für 2017 aus)

„Als Transportdrehscheibe im nördlichen Emsland ist unser Seehafen weiterhin unverzichtbar“, erklärt Bechtluft. Dem Umschlag mit dem Seeschiff bescheinigt das Stadtoberhaupt ein weiterhin gutes Niveau mit 599.105 Tonnen (Vorjahr: 647.217). Beim Binnenschiff habe es hingegen einen spürbaren Rückgang gegeben – und zwar von 205.241 auf 164.901 Tonnen.

Erhöht hat sich laut Stadt indes der Umschlag beim Bahnverkehr. Er stieg von 164.901 auf 203.799 Tonnen. Hier sei auch die Zahl der Waggons angestiegen (von 2163 auf 3097) angestiegen.

"Wichtiger Umschlagplatz an der Ems"

„Der See- und Binnenhafen Papenburg ist nach wie vor einer der wichtigsten Umschlagplätze an der Ems“, meint Bechtluft. Das gilt nach seiner Einschätzung insbesondere für hochwertige Güter wie Schiffe und Konstruktionsteile. Hier habe es einen Anstieg um 15 068 Tonnen gegeben. Doch auch bei verschiedenen Massengütern seien Anstiege verzeichnet worden: Holzabfällen (+26 929 Tonnen), Getreide/Futtermittel (+10.368) sowie Plastikschredder (+9647). Rückgänge habe es hingegen bei Splitt/Schlacke (-74.194), Kies (-39.767) und Torf (-16.126) gegeben. Die übrigen Güterarten seien größtenteils auf Vorjahresniveau geblieben.

(Weiterlesen: Papenburger Grüne lehnen Hafenerweiterung weiter ab)

„Der stabile Umsatz rund um die Marke von einer Million Tonnen ist für die Stadt auch Grund, noch einmal auf die Notwendigkeit des Teilneubaus der Seeschleuse hinzuweisen“, heißt es in der Pressemitteilung der Stadt weiter. Bechtluft zufolge beginnen ab August die Arbeiten, um den ersten Abschnitt der Seeschleuse neu zu bauen. Leider gehe damit auch eine längere Sperrzeit der Schleuse einher, die aber umfassend und rechtzeitig mit den Betrieben im Hafen abgestimmt werde. Wie lange die Sperrung andauern wird, kann Bechtluft zufolge noch nicht genau gesagt werden. „Allerdings wird es dazu wohl zu Umschlageinbußen in diesem Jahr kommen. Für die Zukunft unseres Hafens und der Tausenden von Arbeitsplätzen müssen wir diese Einschränkung allerdings in Kauf nehmen“, so der Bürgermeister.

Das größte Bauprojekt

Die Schleuse, für deren Erneuerung allein im ersten Abschnitt 20 Millionen Euro fällig werden, sei das größte Bauprojekt der jüngeren Papenburger Vergangenheit, hatte Bechtluft beim Neujahrsempfang der Stadt vor einer Woche gesagt. 

(Weiterlesen: Marketinggesellschaft „Seaports“: Papenburger Hafen nur ein „Nischenanbieter“)


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN