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31.01.2019, 15:15 Uhr KOMMENTAR

Diskussion um Abi-Noten wird Leistung nicht gerecht

Ein Kommentar von Christian Belling


Dem Deutschen Philologenverband sind die Abiturnoten in Deutschland zu gut. Foto: Tobias KleinschmidtDem Deutschen Philologenverband sind die Abiturnoten in Deutschland zu gut. Foto: Tobias Kleinschmidt

Papenburg. Die Abiturnoten in Deutschland nach Auffassung des Deutschen Philologenverbandes zu gut. Eine strengere Bewertung in den Prüfungen soll Abhilfe schaffen. Davon halten die Schulleiter im nördlichen Emsland wenig. Ein Kommentar.

Debatten über den Wert von Abiturnoten sind nicht neu. So mussten sich Schüler von Fachgymnasien an den Berufsbildenden Schulen in Papenburg schon vor Jahren anhören, dass ihr dort erlangtes Abitur im Gegensatz zum Abi am staatlichen Gymnasium „kein richtiges“ sei. Dies wird der erbrachten Leistung in keiner Weise gerecht.

Die jetzt vom Philologenverband angestoßene Diskussion über zu einfache Prüfungen aufgrund zu guter Noten greift ebenfalls zu kurz. Ohnehin stagniert die Durchschnittsnote im Emsland seit 2011.

Landkreisweit erlangen immer mehr Schüler die Hochschulreife. Das ist erfreulich, hängt aber auch mit der fälschlicherweise verbreiteten Meinung zusammen, dass man im Leben nur etwas mit einem gymnasialen Abschluss werden könne. Der damit selbst, aber auch vom Umfeld aufgebaute Druck auf die Schüler legt nahe, dass diese extrem leistungs- und lernwillig daherkommen, um sich ein gutes Abi zu sichern. Und dies wird auch erreicht, unabhängig vom Schwierigkeitsgrad der Prüfung.


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