"Auf Sparflamme" Blumenschau 2019: Obenende und Aschendorf kaum eingebunden

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Wirbt für die Blumenschau: die „MS Papenburg“ im Stadtpark. Foto: Christoph AssiesWirbt für die Blumenschau: die „MS Papenburg“ im Stadtpark. Foto: Christoph Assies

Papenburg. Bei der Stadt Papenburg laufen die Vorbereitungen für die Blumenschau von Anfang Juni bis Ende September weiter auf Hochtouren. Die Stadtteile Obenende und Aschendorf werden allerdings nur „auf Sparflamme“ eingebunden.

Das erklärte Blumenschau-Projektleiter Heiko Abbas bei einem Besuch der Mitglieder des Wirtschaftsforums Papenburg im Rathaus. „Das Ungleichgewicht ist uns bewusst“, sagte Abbas, verwies aber auf die Grenzen des Budgets. Die Blumenschau darf maximal 700 000 Euro kosten.

Bürgermeister Jan Peter Bechtluft (CDU) fügte hinzu, dass passend zur Blumenschau Sauberkeit in Papenburg ein großes Thema sein werde – und zwar im gesamten Stadtgebiet. „In keinem Ortsteil darf etwas liegen bleiben“, formulierte er einen entsprechenden Auftrag an die Mitarbeiter des Bauhofes.

Kritik von Einzelhändlern zurückgewiesen

Moderate Kritik des Wirtschaftsforum-Vorsitzenden Carsten Röttgers nach mangelnder Einbindungen der Kaufmannschaft in die Blumenschau-Planungen wies Bechtluft zurück. „Wir bauen niemandem sein Ladenlokal zu. Jeder ist zudem aufgerufen, selbst mit Veranstaltungen aktiv zu werden“, betonte der Bürgermeister. Er klassifizierte die Einzelhändler am Hauptkanal in drei Kategorien: Ein Drittel engagiere sich stark, einem Drittel sei die Blumenschau egal, und das letzte Drittel hoffe auf einen Mitnahmeeffekt, ohne dafür etwas extra zu tun.

"Zeit für Entdecker"

Unter dem Motto „Zeit für Entdecker“ soll die Blumenschau den maritimen Charakter der Fehnstadt hervorheben. Abbas zufolge wird sich „der gesamte Hauptkanal in ein Blumenmeer verwandeln“. Teil dieses Meeres sollen sechs Kapitänsinseln sein – benannt nach Seefahrer-Persönlichkeiten aus Papenburg. Die Inseln sind zugleich als Veranstaltungsplattformen beispielsweise für Lesungen oder Auftritte von Singer-Songwritern vorgesehen. Über den Mühlenplatz, wo ein Infopunkt eingerichtet wird, erfolgt die Verbindung in den Stadtpark. Dort werden für die dreiwöchige Kernzeit der Schau Themengärten angelegt, die die einzelnen Kontinente der Erde symbolisieren. Dadurch werde sozusagen eine „Weltreise durch den Stadtpark“ ermöglicht, erklärte Abbas. 

Mehr als 100 Lernangebote

Unter anderem mit Unterstützung des Sozialen Ökohofes St. Josef, den Berufsbildenden Schulen sowie der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte Papenburg soll es mehr als 100 Lern- und Mitmachangebote für Kinder und Jugendliche geben.

Der Eintritt für die Blumenschau wird frei sein. Die Organisatoren rechnen mit rund 50 000 Besuchern.

Röttgers zeigte sich im Namen des Wirtschaftsforums angetan von dem Konzept. „Das klingt vielversprechend. Wir freuen uns, dass die Innenstadt durch die Blumenschau belebt wird“, sagte er.


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