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28.01.2019, 18:47 Uhr KOMMENTAR

Zur HÖB-Erweiterung in Papenburg: Ein stabiler Faktor

Ein Kommentar von Gerd Schade


Die Pläne für die Erweiterung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg erläuterte der Westoverledinger Architekt Gerd Janssen. Foto: Gerd SchadeDie Pläne für die Erweiterung der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte in Papenburg erläuterte der Westoverledinger Architekt Gerd Janssen. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Historisch-Ökologische Bildungsstätte in Papenburg ist nicht nur ein wichtiger Bildungsträger, sondern auch ein stabiler Wirtschaftsfaktor. Ein Kommentar.

Hand aufs Herz: Wer hätte gedacht, dass sich aus einer Beschäftigungsinitiative für Langzeitarbeitslose heraus eine der erfolgreichsten Heimvolkshochschulen in Niedersachsen entwickeln würde? Die Initiatoren der Historisch-Ökologischen Bildungsstätte (HÖB) in Papenburg und die Menschen, die heute ihre Geschicke lenken, dürfen zu Recht stolz auf die Entwicklung sein.

Doch die schönste Anerkennung ist zugleich eine große Herausforderung. Denn der mit Wachstum verbundene Erfolg zwingt die Träger zum Handeln. Während der finanziell bärenstarke Landkreis das Geld für Umbau und Erweiterung quasi aus der Portokasse nehmen kann, bedeutet die Beteiligung an dem Millionenprojekt für die alles andere als auf Rosen gebettete Stadt eine weitaus größere Herausforderung.

Vor diesem Hintergrund war die politische Debatte um die Übernahme von gut 400.000 Euro Mehrkosten verständlich. Gleichwohl durfte es am Ende nichts anderes als eine Zustimmung geben. Zum einen steht die Stadt an der Seite des Landkreises praktisch unter Zugzwang. Zum anderen – und das wiegt schwerer – hätte sie bei der Erwachsenenbildung am falschen Ende gespart. Das wäre ein schlechtes Zeichen gewesen.

(Weiterlesen: Papenburg stockt Finanzierung für HÖB-Umbau auf)

Schließlich hat sich die HÖB mit ihren rund 80 Mitarbeitern und 12.000 Gästen pro Jahr zu einem stabilen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Der darf nicht durch Kurzsichtigkeit gefährdet werden.


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