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21.01.2019, 19:23 Uhr KOMMENTAR

Amnesty Papenburg ist ein Stachel in der Wunde

Ein Kommentar von Maike Plaggenborg


Vor etwa einem Jahr – im Januar 2018 – freuten sich (von links) Benedickt Papen, Marina Niesmann, Ralf Uchtmann und Gerold Siemer über das zehnjährige Bestehen der Papenburger AI-Gruppe. Foto: Gerd SchadeVor etwa einem Jahr – im Januar 2018 – freuten sich (von links) Benedickt Papen, Marina Niesmann, Ralf Uchtmann und Gerold Siemer über das zehnjährige Bestehen der Papenburger AI-Gruppe. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Die Papenburger Amnesty-International-Gruppe blickt auf "sehr arbeitsintensives Jahr" zurück, wie sie mitteilte. Auch der Ausblick verspricht ein konstantes Fortsetzen ihrer Arbeit. Gut so. Amnesty ist der Stachel in der Wunde. Ein Kommentar.

Menschen, die grundlos eingesperrt, womöglich gefoltert oder in ihrer Heimat verfolgt, vertrieben, diskriminiert werden: Diese Dinge sind schwer erträgliche Tatsachen unserer Zeit. Und deshalb gehören sie immer wieder beleuchtet, so wie es die Papenburger Gruppe des weltweit tätigen Vereins Amnesty International tut.

Immer wieder ist sie vor Ort der Stachel in der Wunde und mit ihren großen Schaufenstern in bester Lage am Hauptkanal Blickfang für Passanten. Bei den Wenigsten dürften die dort kommunizierten Sachverhalte für den Alltag eine Rolle spielen. Umso bedeutungsvoller ist die Arbeit der Gruppe, die gemessen an der Größe der Stadt außergewöhnlich engagiert ausfällt.

Allerdings: So sehr Amnesty auch wachrütteln will – die Mahnungen der Menschenrechtler sollten Menschen hierzulande nicht als Fingerzeig interpretieren und womöglich eine Zerknirschtheit angesichts des eigenen Sicherheitswohlstands entwickeln. Vielmehr geht es um Anteilnahme und bestenfalls darum zu helfen.


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