Aktionen in 2019 Amnesty in Papenburg setzt Menschenrechte erneut in Szene

Michael Sterk

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Auf ein ereignisreiches Jahr blicken die Mitglieder der Amnesty International-Gruppe aus Papenburg zurück. Foto: Michael SterkAuf ein ereignisreiches Jahr blicken die Mitglieder der Amnesty International-Gruppe aus Papenburg zurück. Foto: Michael Sterk

stmi Papenburg. Auf „ein sehr arbeitsintensives Jahr“ hat die Amnesty International Gruppe Papenburg im Gemeindehaus St. Josef zurückgeblickt. Die Jahresversammlung war die herausragende Aktion im vergangenen Jahr.

Der Grund für die viele Arbeit sei laut Gerold Siemer, Sprecher der Papenburger Gruppe, die Jahresversammlung von Amnesty International zu Pfingsten gewesen, die in Papenburg stattfand. „Wir haben den mehr als 500 Mitgliedern eine perfekt durchorganisierte Veranstaltung geboten“, berichtete Siemer. Bei der Organisation und Durchführung des Treffens hätten nicht nur Mitglieder von Amnesty mitgeholfen, sondern unter anderem auch die Stadt Papenburg, einige Behörden wie die Schulen und auch das Hotel Alte Werft. Alle hätten dazu beigetragen, dass Papenburg „über den Klee gelobt“ wurde. Zudem feierte die Gruppe ihr zehnjähriges Bestehen.

Auch der Bücherbasar in der „Kesselschmiede“ sei ein großer Erfolg gewesen. Den Menschenrechtlern zufolge wurden drei Tonnen Bücher verkauft. Aufgrund dessen ruft der Verein erneut zu Bücherspenden auf. In diesem Jahr seien zwei Bücherbasare geplant – einer im April und einer im September.

Aktion zum Weltfrauentag

Auch Pläne für dieses Jahr wurden von den Mitgliedern besprochen. Dazu gehöre eine Aktion am Weltfrauentag, bei der sie einen Aktionsstand auf dem Wochenmarkt in Papenburg aufbauen, um sich für Frauen einzusetzen, die zu Unrecht im Gefängnis sitzen.

Zudem wollen die Mitglieder an die allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die im vergangenen Jahr 70 Jahre alt geworden sind, erinnern. „Der 70. Geburtstag der Menschenrechte ist für uns ein Grund zu feiern und zu verzweifeln“, erklärte Benedickt Papen von Amnesty. Denn bis heute werden diese Rechte überall auf der Welt verletzt. Deshalb plane die Gruppe, eine Foto-Ausstellung zu den 30 Artikeln im Amnesty-Shop am Hauptkanal zu präsentieren. Außerdem treten sie am 19. Februar in einer Radiosendung der Ems-Vechte-Welle auf, um über die Jahrestag zu berichten.

Menschen vor dem Tod gerettet

Einige Menschen konnten auch in diesem Jahr vor der Todesstrafe bewahrt werden, so der Sprecher der Gruppe. Dazu gehörte der 17-jährige Saman Naseem, der unter dem Vorwurf „Feindschaft zu Gott“ verurteilt wurde. Auch die 16-jährige Noura Hussein, die ihren Mann in Notwehr erstach, konnte von Amnesty vor dem Tod bewahrt werden. Der „berühmteste“ Fall des letzten Jahres war laut Siemer jedoch der des Ehrenvorsitzenden von Amnesty International in der Türkei, Taner Kilic, der 400 Tage lang im türkischen Gefängnis saß, weil er sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzte. Durch mehrere Demonstrationen und schriftliche Proteste konnte der Menschenrechtler freigelassen werden.

Amnesty International ist ein Verein, der sich für die Erhaltung der Menschenrechte auf der ganzen Welt einsetzt. Besonders die Todesstrafe ist ein Thema, mit dem sich die Gruppe oft auseinandersetzt. Mitglieder schreiben Briefe an Gefängnisse, die die Freilassung oder Abänderung der Strafe fordern. Auch durch Proteste machen sich die Menschenrechtler stark.


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