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19.01.2019, 07:11 Uhr KOMMENTAR

Zum Angriff auf AfD-Politiker Magnitz: Verhalten ist traurig

Ein Kommentar von Daniel Gonzalez-Tepper


Zeit und Kraft, kurz nach der Tat Fernseh-Interviews zu geben, hatte der AfD-Politiker Frank Magnitz. Für ein Dankeschön an zwei Papenburger Handwerker für die Erste Hilfe offenbar nicht. Foto: Michael Bahlo/dpaZeit und Kraft, kurz nach der Tat Fernseh-Interviews zu geben, hatte der AfD-Politiker Frank Magnitz. Für ein Dankeschön an zwei Papenburger Handwerker für die Erste Hilfe offenbar nicht. Foto: Michael Bahlo/dpa

Papenburg. Der brutale Angriff dreier vermummter Personen auf den AfD-Politiker Frank Magnitz in Bremen ist durch nichts zu entschuldigen. Wie die Partei aber versucht, die Tat politisch für sich zu nutzen und dabei nicht zurückscheut, zwei unbescholtene Handwerker aus Papenburg dafür zu instrumentalisieren, ist unerträglich. Ein Kommentar.

Es ist richtig und lobenswert, dass Mohammed Houri gemeinsam mit Firmenchef Heinz Kauscher öffentlich klarstellt, nie den Einsatz eines Kantholzes oder einer anderen Waffe gesehen zu haben. Auch die Aussage der AfD, die Handwerker hätten die Angreifer vertrieben, stellen sie richtig. Offenbar ließen die Täter nämlich aus freien Stücken von dem Opfer ab. 

Dass es bis heute kein Dankeschön von Magnitz an die Ersthelfer gegeben hat, die ihm wohl das Leben gerettet haben, ist traurig. Die Kraft dazu, Interviews zu geben, hatte der Politiker indes schon am Tag nach dem Angriff. Das lässt tief blicken.


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