12.000 Euro für vier Oberschulen Papenburger Lions helfen bei Berufsorientierung

Scheckübergabe (von links): Claus Huth, Hans Konen, Marita Niehoff, Otto Büning, Hermann Wessels und Thomas Springub. Foto: Gerd SchadeScheckübergabe (von links): Claus Huth, Hans Konen, Marita Niehoff, Otto Büning, Hermann Wessels und Thomas Springub. Foto: Gerd Schade

Papenburg. Mit insgesamt 12.000 Euro unterstützt der Lions-Club Papenburg Projekte zur beruflichen Einstiegsförderung von Oberschülern in Papenburg und Rhede. Das Geld stammt aus dem Verkaufserlös für den Papenburger Adventskalender. Gewinne können noch bis Ende Januar abgeholt werden.

Einen symbolischen Scheck in Höhe von je 3000 Euro nahmen die Schulleiter Marita Niehoff (Heinrich-von-Kleist-Schule Papenburg), Thomas Springub (Michaelschule Papenburg), Claus Huth (Heinrich-Middendorf-Oberschule Aschendorf) und Otto Büning (Ludgerusschule Rhede) entgegen. Überreicht wurden sie vom amtierenden Lions-Club-Präsidenten Hermann Wessels und dem Vorsitzenden des Lions-Club-Fördervereins, Hans Konen.

Für eine passgenaue Ausbildung

Jugendliche in eine passgenaue Berufsausbildung zu vermitteln, sei eine große Herausforderung und funktioniere nur mit hohem Aufwand, sagte Wessels. Den Oberschulen komme hier eine wichtige Aufgabe. Der Club-Präsident bescheinigte allen vier Bildunsgeinrichtungen im Hinblick auf die Vorbereitung für den Einstieg ins Berufsleben gute Arbeit. „Sie tun mehr, als durch den Lehrplan vorgegeben wird“, betonte er. Auch deshalb sei er froh, den Erlös zielgerichtet weiterleiten zu können.

Wie Wessels weiter ausführte, verstehen die Lions die finanzielle Förderung zudem als indirekte Hilfestellung für die Unternehmen in der Region. Sie hätten in Zeiten des (Fach-)Kräftemangels ein hohes Interesse daran, passende Auszubildende zu bekommen.

"Das Geld ist gut angelegt"

„Das Geld ist gut angelegt“, versicherte Huth. Der Schulleiter aus Aschendorf verriet zudem, wie es verwendet wird. Demnach werden die Heinrich-Middendorf-Oberschule und die Ludgerusschule die Fähigkeiten ihrer Schüler erstmals durch einen externen Dienstleister prüfen. Das sogenannte Kompetenzfeststellungsverfahren ist laut Erlass des Kultusministeriums im Rahmen der Berufsorientierung vorgesehen. Er sieht vor, dass jeder Schüler im Verlauf der Sekundarstufe I mindestens einmal an einem solchen Verfahren teilnimmt. Im Zuge der Analyse sollen allgemeine und ausbildungsrelevante Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kompetenzen sowie Schwächen der Schüler ermittelt werden. Ziel ist es, auf dieser Basis Eignungsbeurteilungen für gewünschte berufliche Laufbahnen treffen zu können. Bislang werde das Verfahren von eigens geschulten Lehrkräften über mehrere Tage durchgeführt – Unterrichtsausfall inklusive, sagte Huth.

Die ersten Exemplare des Lions-Adventskalenders 2018 für den Verkaufsstart Anfang November reichten (von links) Franz-Josef Lay, Bernd Wittrock, Hans Konen und Hermann Wessels Birgit Lüürsen und Gabi Eden vom MSO-Medien-Service in der Geschäftsstelle der Ems-Zeitung über den Tresen. Foto: Gerd Schade


Er und Büning versprechen sich viel von einer objektiven Beurteilung durch einen externen Dienstleister. „Dadurch ergibt sich die Möglichkeit, das Verfahren im Sinne der Schüler zu professionalisieren“, sagte Büning. Ohne die Spende der Lions könnten sich die Schulen das nicht leisten, fügte Huth hinzu.

An der Heinrich-von-Kleist-Schule soll mithilfe der Finanzspritze die Berufseinstiegsbegleitung weiter ausgebaut werden. Wie Schulleiterin Niehoff erklärte, heißt das Motto dort „Werkstatt statt Klassenzimmer“. Die Schule habe die Erfahrung gemacht, dass es wertvoll sei, die Schüler direkt in Betrieben in die Arbeitswelt hineinschnuppern zu lassen. Entsprechende Praktika sollen ausgedehnt werden. „Wir müssen die Schüler in die Firmen bringen“, sagte Niehoff. Die Methode habe Erfolg, wie sie auf Nachfrage bekräftigte.

Chance für Schwächere

An der Michaelschule reifen nach den Worten von Thomas Springub derweil Überlegungen, eine in die Jahre gekommene CNC-Maschine entweder „aufzumotzen“ oder durch eine neue zu ersetzen. Unter dem Stichwort „Industrie 4.0“ gehe es ihm und seinem Kollegium vor dem Hintergrund der Digitalisierung näher an die technische Ausstattung heranzukommen, wie sie die Auszubildenden von morgen später auch in den Handwerksbetrieben vorfinden.

Erstmals Auflage erhöht

Ziel solle insbesondere die Förderung schwächerer Schüler sein, damit sie nicht durchs Raster fallen, sondern eine echte Chance auf dem Arbeitsmarkt bekämen. So hatte es Wessels bei der Präsentation des Adventskalenders 2018 gesagt. Bei der achten Auflage des Kalenders waren die Lions erstmals 4000 statt wie bisher 3500 Exemplaren an den Start gegangen. Die Nachfrage nach dem Kalender mit mehr als 90 Preisen im Gesamtwert von über 10.500 Euro war auch diesmal hoch. Den Verkaufserfolg schreibt Wessels auch unserer Zeitung als Kooperationspartner zu.


Noch bis zum 31. Januar 2019 können die Gewinne folgender Kalendernummern in der Untenender Geschäftsstelle der Sparkasse Emsland abgeholt werden: 1554 (50-Euro-Warengutschein Leder Hunfeld), 4520 (100-Euro-Warengutschein Schuh/Mode Klahsen), 3774 (50-Euro-Gutschein Papenburger Rehazentrum Parc), 2299 (50-Euro-Warengutschein Knauer & Liebau), 2756 (Drei-Gänge-Menü für zwei Personen, Altes Gasthaus Kuhr), 1010 (Gutschein für Wirbelsäulen-Scan, Chiropraxis Helmut Schulte), 2276 (100-Euro-Warengutschein Betten Gersmann), 1779 (100-Euro-Warengutschein Michaelis-Apotheke), 1339 und 2875 (je ein 50-Euro-Gutschein Gasthof Tepe), 4628 und 1899 (je eine Comfort-Kosmetikbehandlung, Bloemerkosmetik), 4145 (1+1-Gutscheine Waldbühne Ahmsen), 4562 (100-Euro-Warengutschein, Mariannes Kinderladen), 2859 (zwei Übernachtungen für zwei Personen in Ferienwohnung von Günter Terfehr auf Borkum, Nebensaison), 3245 (Familienkarte Miniaturland Leer), 3155 (50-Euro-Warengutschein Apotheke am Krankenhaus), 2957 (Bose Bluetooth-Lautsprecher, Oldenburgische Landesbank).

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