In Sträflingsanzügen Amnesty protestiert in Papenburg gegen Guantanamo-Lager

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In Sträflingsoveralls, wie sie auch Gefangene in Guantanamo tragen, hat die AI-Gruppe Papenburg die Freilassung von Häftlingen gefordert. Foto: AI-Gruppe PapenburgIn Sträflingsoveralls, wie sie auch Gefangene in Guantanamo tragen, hat die AI-Gruppe Papenburg die Freilassung von Häftlingen gefordert. Foto: AI-Gruppe Papenburg

Papenburg. In Sträflingsoveralls, wie sie auch die Gefangenen in Guantánamo tragen, haben Mitglieder der Amnesty-International-Gruppe (AI) Papenburg auf dem Wochenmarkt die Schließung des Lagers dort gefordert. Vor genau 17 Jahren inhaftierte die US-Regierung die ersten Menschen.

Die Unterstützung durch die Bevölkerung mit über 120 Unterschriften wertete die Gruppe in einer Mitteilung als „sehr gut“. „Wir nehmen das schlechte Wetter gern auf uns, ist es doch nichts gegenüber den nachweislichen Misshandlungen und Folterungen, die die USA in Guantanamo den Gefangenen angetan hat“, sagt Mechthild Germann von der AI-Gruppe Papenburg über den Aktionstag. Seit Jahren nimmt die Anzahl der dort Inhaftierten stetig ab, wie der AI-Sprecher Gerold Siemer berichtet. „Seit 2012 machen wir jedes Jahr auf das illegale Gefangenenlager der US-Regierung aufmerksam und fordern die Schließung. Als wir damit angefangen haben, waren noch über 170 Menschen dort inhaftiert, nun sind es noch 40.“

Druck bei Donald Trump machen

Immer wieder konnten auch die Papenburger Erfolge vermelden. So in den Jahren 2015 und 2016, als drei Gefangene, für deren Freilassung sich die Gruppe eingesetzt hatte, freigelassen wurden. „Das gibt uns Hoffnung, dass wir eines Tages die Aktion gar nicht mehr machen müssen“, freut sich Germann, die in diesem Jahr zum ersten Mal mitmachte. Die Menschenrechtler betonen jedoch, dass diese Entwicklung das Ergebnis einer starken, engagierten Bürgerrechtsbewegung, zu der auch AI mit seiner Forderung, das Gefangenenlager sofort zu schließen, gehört. Mit den gesammelten Unterschriften auf Briefen und einer Petition an den US-Präsidenten Donald Trump machen die Papenburger Menschenrechtler nach eigenen Angaben Druck. „Wichtig ist zu wissen, dass weltweit von Amnesty-Gruppen dazu aufgerufen wird Briefe und Petitionen zu verschicken und so werden es meist zehn- bis hunderttausende Briefe“, so Siemer.


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