38 „Frauenorte“ Niedersachsen Ausstellung in Papenburg über einflussreiche Frauen

Von Michael Sterk

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Die Ausstellung eröffneten in der VHS (von links) Jan-Peter Bechtluft, Marion Övermöhle-Mühlbach, Gitta Connemann und Natascha Hartleif. Foto: Michael SterkDie Ausstellung eröffneten in der VHS (von links) Jan-Peter Bechtluft, Marion Övermöhle-Mühlbach, Gitta Connemann und Natascha Hartleif. Foto: Michael Sterk

stmi Papenburg. In der Volkshochschule (VHS) Papenburg wird bis Freitag, 25. Januar, die Ausstellung „Frauenorte Niedersachsen – über 1000 Jahre Frauengeschichte“ gezeigt. Sie zeigt 38 Frauen, die in ihrem Leben Bedeutendes geleistet haben.

Die Ausstellung zeigt Eroberinnen des politischen Terrains, Pionierinnen in Bildung und Beruf, Schöpferinnen von Kunst und Kultur und Akteurinnen zwischen den Konfessionen, erklärte die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Gitta Connemann. Die Initiative „Frauenorte Niedersachsen“ wurde im Jahre 2008 vom Landesfrauenrat ins Leben gerufen und erforscht laut Connemann Frauengeschichte und -kultur in einem Zeitraum von mehr als 1000 Jahren. „Der Landesfrauenrat ist eine tragende Größe im gesellschaftlichen und politischen Leben in Niedersachsen“, sagte die Vorsitzende des Landesfrauenrates, Marion Övermöhle-Mühlbach. Ihr Ziel sei es, die vollständige Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern zur Realität zu machen. „Elf Jahre Frauenorte präsentiert eine Erfolgsgeschichte“, so Övermöhle-Mühlbach.

Ausstellung zum 70-jährigen Bestehen der VHS

Die Ausstellung findet anlässlich des 70-jährigen Bestehens der VHS Papenburg statt, berichtete VHS-Geschäftsführerin Natascha Hartleif. Passend dazu sei das Semesterthema in diesem Jahr – 2019 – „starke Frauen.“ Sie ergänzte, dass weitere Projekte zu diesem Thema im Laufe des Jahres stattfinden werden.

Bürgermeister Jan-Peter Bechtluft (CDU) erklärte zudem, dass neben den „Frauen, die großes geleistet haben“ auch die Geschichte des Frauenwahlrechtes, das im November 2018 sein 100-jähriges Jubiläum hatte, Teil der Ausstellung ist. Connemann zufolge jähre sich die erste Wahl mit den Stimmen der Frauen jedoch erst im Januar 2019. Diese habe eine Frauenwahlbeteiligung von 80 Prozent gehabt, so die CDU-Politikerin. Sie ergänzte anschließend, dass Frauen erst 1977 nicht mehr die Erlaubnis ihres Mannes brauchten, um berufstätig werden zu dürfen. Trotzdem sei die Quote an weiblichen Führungskräften weiterhin schwindend gering und die noch immer unterschiedliche Bezahlung zwischen den Geschlechtern sei ebenfalls ein Problem, das behoben werden müsse. Besonders „typische Frauenberufe“ werden generell schlechter bezahlt als andere, bedauerte Connemann.

Die Ausstellung kann während der Öffnungszeiten der VHS besucht werden.


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