Agentur für Arbeit der EU gefordert Europakandidat besucht Lackierzentrum in Papenburg

Von Michael Sterk

Die Hallen des Autolackierzentrums Albers besichtigten (von links) Hans-Michael Goldmann, Ferhat Asi, Geschäftsführer Fabian Mattes und Jan Josef Albers. Foto: Michael SterkDie Hallen des Autolackierzentrums Albers besichtigten (von links) Hans-Michael Goldmann, Ferhat Asi, Geschäftsführer Fabian Mattes und Jan Josef Albers. Foto: Michael Sterk

stmi Papenburg. Der Europakandidat der Freien Demokratischen Partei (FDP), Ferhat Asi aus Aschendorf, hat das Autolackierzentrum Albers in Papenburg besucht. Dort hat er unter anderem über seine Forderung nach einer Agentur für Arbeit auf europäischer Ebene berichtet.

Als seine Themenschwerpunkte nannte Asi den Fachkräftemangel in Deutschland und die Jugendarbeitslosigkeit in anderen Staaten. Durch eine Agentur für Arbeit, die Unternehmen und Arbeitsuchende aus ganz Europa miteinander in Kontakt bringt, kann nach Darstellung von Asi dem Fachkräftemangel in Deutschland und zugleich der Jugendarbeitslosigkeit in anderen Ländern entgegengewirkt werden.

„Es kann nicht sein, dass wir im Süden von Europa Jugendarbeitslosenquoten von über 30 Prozent haben und wir in Deutschland händeringend nach Azubis und Fachkräften suchen.“ Diese Zahlen beziehen sich laut dem FDP-Kandidaten für das EU-Parlament auf Länder wie Griechenland, Spanien und Italien. „Man muss Europa als einen großen Wirtschaftsraum sehen“, erklärte Asi. Es gebe seit einigen Jahren Maßnahmen der Europäischen Union (EU), dieses Problem anzugehen. Getan habe sich laut Asi jedoch noch nicht viel.

Lackierzentrum beschäftigt 17 Mitarbeiter

Im Zuge seines Wahlkampfes besucht der 25-Jährige mehrere Unternehmen im Emsland. Dazu gehörte auch das Autolackierzentrum Albers in Papenburg. Der Betrieb beschäftigt zurzeit 17 Mitarbeiter, inklusive fünf Auszubildende, teilte Geschäftsführer Fabian Mattes mit. Auf der rund 5000 Quadratmeter großen Betriebsfläche befinden sich drei Hallen sowie fünf Spritzkabinen, in denen die Lackierarbeiten durchgeführt werden.

Laut Mattes, der seit drei Monaten den Posten des Geschäftsführers innehat, ist die Vorarbeit wesentlich zeitaufwendiger als das Lackieren. Dazu zählen zum Beispiel das Abkleben und Spachteln der Fahrzeuge. Mattes zufolge stammen die Hälfte der Aufträge von Autohäusern, 30 Prozent von Industrieunternehmen wie der Meyer Werft und Röchling sowie 20 Prozent von privaten Kunden.

Lackierzentrum wird in vierter Generation geführt

Das Lackierzentrum wurde nach Angaben von Geschäftsführer Mattes 1904 in Aschendorf gegründet. 1982 zog das Unternehmen nach Papenburg. Mit Fabian Mattes befindet es sich seit nunmehr vier Generationen im Familienbesitz.

Lackiermeister Clemens Albers berichtete, dass schon seit Langem jedes Jahr ein oder zwei Schulabgänger eine Ausbildung im Lackierzentrum beginnen würden. Außerdem habe ein Großteil der aktuell dort Beschäftigten auch ihre Lehre bei Albers absolviert.

Das Emsland ist ein Paradebeispiel

Betriebe wie das Lackierzentrum Albers sind laut FDP-Politiker Asi der Grund für die geringe Arbeitslosenquote von drei Prozent im Emsland. „Das Emsland ist ein Paradebeispiel dafür, wie man es richtig macht“, so der Europakandidat. Es sei nach seinen Worten nun wichtig, die Weichen für die Zukunft richtig zu stellen. „Die starke Wirtschaft im Emsland muss erhalten bleiben“, fasste der Aschendorfer zusammen.


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN