Behörde nennt Termin für Emsaufstau Erste Schiffsüberführung 2019 von Papenburg aus im März?

Der erste von drei Ozeanriesen, die in diesem Jahr von der Meyer Werft fertiggestellt, überführt und abgeliefert werden sollen, ist die „Spectrum of the Seas“.  Foto: Michael Wessels/Meyer WerftDer erste von drei Ozeanriesen, die in diesem Jahr von der Meyer Werft fertiggestellt, überführt und abgeliefert werden sollen, ist die „Spectrum of the Seas“. Foto: Michael Wessels/Meyer Werft

Papenburg. Drei statt wie in den vergangenen Jahren „nur“ zwei Kreuzfahrtschiffe will die Papenburger Meyer Werft in diesem Jahr überführen. Den Anfang macht die „Spectrum of the Seas“. Nach derzeitiger Planung wird sich der Ozeanriese wohl im März auf den Weg über die Ems in Richtung Nordsee machen.

Die Auricher Bezirksstelle des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gab am Wochenende bekannt, dass das Emssperrwerk bei Gandersum voraussichtlich ab Samstag, 9. März 2019, „aus Gründen einer Schiffsüberführung“ geschlossen wird. Dazu werde der Wasserstand der Ems zwischen Gandersum und der Schleuse Herbrum auf bis zu 2,7 Meter über „Normalhöhennull“ angehoben. Wie der NLWKN weiter mitteilt, kann der Aufstau maximal 52 Stunden andauern. Die Behörde weist zudem darauf hin, dass sich der wetterbedingt verschieben könne. 

Platz für bis zu 4200 Passagiere

Die Meyer Werft baut die „Spectrum of the Seas“ für die US-amerikanische Reederei Royal Caribbean International (RCI). Baubeginn war 2017. Der Ozeanriese ist 347 Meter lang, 41 Meter breit und wird nach Angaben der Papenburger Schiffbauer etwa 4200 Passagieren Platz bieten. Zu den Besonderheiten an Bord wird eine Bar gehören, an der Roboter die Getränke mixen.

Vierter Riese der Quantum-Klasse

Die „Spectrum of the Seas“ ist das vierte Kreuzfahrtschiff der sogenannten Quantum-Klasse, das die Werft für RCI baut. Die Schwesterschiffe „Quantum of the Seas“, „Anthem of the Seas“ und „Ovation of the Seas“ waren im Herbst 2014, im Frühjahr 2015 und im Frühjahr 2016 an die Reederei abgeliefert worden. Ein fünftes Schiff dieser Klasse soll im Herbst 2020 an RCI übergeben werden.

Beschäftigung bis Ende 2023 gesichert

Aktuell entstehen auf der Meyer Werft die „Spirit of Discovery“ für die britische Reederei Saga Cruises sowie die „Norwegian Encore“ für die US-Reederei Norwegian Cruise Line. Die Beschäftigung ist laut Werft bis Ende 2023 gesichert.


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